Umbrella March am Welt­flücht­ling­stag in Salzburg

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Dorothee Büürma

Pastorin, Erwachsenenbildung


Die EmK Salzburg schloss sich der Aktion "Umbrella March" der Plattform für Menschenrechte in Salzburg am 20.6.2022 an
Schlusskundgebung

Am Weltflüchtlingstag, dieses Jahr der 20.6.2022, fand in Salzburg wieder der Umbrella March statt, der auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam macht. Dieses Jahr stand er unter dem Motto: "Mensch ist Mensch. Krieg ist Krieg. Flucht ist niemals freiwillig. Wir spannen den Schirm auf für geflüchtete Menschen!"

Der Zug von knapp 100 Teilnehmer*innen ging mit aufgespannten Regenschirmen und polizeilicher Begleitung durch Salzburgs Altstadt, vom Platzl bis zum Furtwänglerplatz. Zu Beginn und zum Abschluss fanden Kundgebungen mit kurzen Redebeiträgen statt.
Pastorin Dorothee Büürma ging mit dem EmK-Schirm vorne im Zug mit – die Fotos sind aus ihrer Perspektive gemacht.

Weitere offizielle Bilder der Veranstaltung sind als Fotostream hier zu sehen: 

Bericht von Salzburg24 lesen und Fotos anschauen

Die Kirchen des Ökumenischen Arbeitskreis Salzburg, vertreten durch den Vorsitzenden, Generalvikar Martin Eisenbraun (altkatholisch) stellten folgende Forderungen:

Wir, der Ökumenische Arbeitskreis, 
ein Zusammenschluss christlicher Kirchen in Salzburg, 
sind Mitglied der Plattform Menschenrechte. 
Wir nehmen an diesem Umbrella March teil, weil wir als christliche Kirchen bereits einen Beitrag für Geflüchtete leisten und für uns das Schicksal dieser Menschen Priorität hat, da Hilfe für Menschen auf der Flucht eine unverhandelbare Pflicht für Christinnen und Christen ist. 

Mit Sorge und Enttäuschung stellen wir die Tendenz einer Zweiklassenwirklichkeit in der Behandlung von Geflüchteten in Österreich fest. Arbeitsgruppen verschiedener Kirchen sind in Asylverfahren involviert und haben Einblick in das Elend und die Härte die den Betroffenen begegnet. 
Wir setzen uns ein für die Gleichbehandlung aller Menschen mit Fluchthintergrund in Österreich – ohne Unterschied in Bezug auf ihre Herkunft!

Als Christinnen und Christen, die sich einer Ethik der Barmherzigkeit verpflichtet fühlen, nehmen wir an diesem Marsch teil, und wir wissen, dass Barmherzigkeit nur dann eine Chance hat, wenn sich Strukturen verändern und Mitmenschlichkeit auch bei Asylentscheidungen im Zentrum steht.

Ökumenischer Arbeitskreis Salzburg
20.6.2022

Die Pressemitteilung der Plattform für Menschenrechte zum Nachlesen:

Mensch ist Mensch.

Wir fordern die Gleichbehandlung von geflüchteten Menschen – unabhängig vom Herkunftsland. Jeder Mensch hat ein Recht auf Grundversorgung, Zugang zum Arbeitsmarkt (laut EU-Recht) und Integrationsleistungen wie Deutschkurse und Schulbesuch sowie einen fairen Zugang zur Staatsbürgerschaft.

Krieg ist Krieg.

Alle Menschen, die vor gewalttätigen Konflikten in ihren Herkunftsländern fliehen, haben das Recht auf ein faires und schnelles Asylverfahren. Österreich kann bedeutend zu einer besseren Unterstützung von Geflüchteten beitragen, wenn es u.a. Resettlement-Programme ermöglicht.

Flucht ist niemals freiwillig.

Menschen aus der Ukraine, aus Syrien, aus Afghanistan, aus Somalia und vielen anderen Ländern fliehen nicht nach Österreich, weil das Wetter hier so schön ist, sondern weil ihr Leben in Gefahr ist. Es ist zynisch, Pushbacks auf dem Mittelmeer oder an den EU-Außengrenzen und an der österreichischen Grenze kommentarlos zu dulden und zu decken.

Wir spannen den Schirm auf für Menschen auf der Flucht.

Der Aufruf zum Umbrella March wird von zahlreichen Organisationen der Salzburger Zivilgesellschaft unterstützt, darunter Plattform für Menschenrechte,  Antira Salzburg, Diakonie Flüchtlingsdienst, Evangelisch-methodistische Kirche, die Linke, Ökumenischer Arbeitskreis der Christlichen Kirchen in Salzburg, Solidarisches Salzburg und Talk Together.  

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