Wir haben Platz

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Eine Initiative für Menschen auf der Flucht

Am 11. Juni 2021, ab 16 Uhr, fand auf dem Grazer Karmeliterplatz eine Aktion des Netzwerkes für Moria statt, um auf die anhaltende Flüchtlingsproblematik aufmerksam zu machen. 

Beschreibung der Aktion:

Das Zelt, das nirgendwo sein darf: Als Symbol für Menschen die keinen Fuß auf den Boden bringen dürfen, um eine neue Existenz anfangen zu können, steht das Zelt „im Himmel“ - hoch oben auf einem fahrbaren Gerüst. Anstatt das Zelt mit den Menschen auf den Boden zu bringen, wird es von einem Ort, von einem Lager, von einem Land zum nächsten geschoben. 

Die installierten Kameras übertragen die Situation aus dem Zelt auf die Bildschirme. Menschen auf der Flucht sind in Österreich ein flüchtiges Bild, keine fleischgewordene Realität wie in den Mittelmeerländern.

Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerkes standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Bilderstrecke:

Ziel der Aktion:

Die katastrophale und menschenunwürdige Situation der Menschen auf Lesbos weiterhin sichtbar zu machen und Hilfe zu organisieren. Es geht um 100 Familien, die nach Österreich kommen dürfen  sollen (Wir haben Platz – Initiative). Und es geht darum, dieser Hilfe ein erkennbares Zeichen zu geben, daher das Logo, dass ab jetzt im Kontext der Hilfe für Menschen auf der Flucht aufscheinen soll.

Beschreibung des Anliegens: 

Der Initiator der Aktion, Pastor Frank Moritz-Jauk von der Evangelisch-methodistischen Kirche in Graz betont, dass es hier nicht primär um Migrationspolitik geht, sondern um Hilfe in einer humanitäre Notlage. Die Zustände in den Flüchtlingslagern sind menschen- und europaunwürdig. Hier möchten viele Menschen in Österreich Abhilfe schaffen indem sie Platz anbieten: Trockenen Wohnraum, warme Mahlzeiten, funktionierende Duschen, ärztliche Versorgung, Schulunterricht, Kinderbetreuung. Er appelliert mit dieser Aktion an ein ungelöstes und verdrängtes Problem vor unserer europäischen Haustür:

Alles ist besser als die menschenunwürdigen Zustände, die die Menschen dort aushalten müssen. Sie werden von einem Lager ins nächste gebracht, aber Rattenbisse auf Kinderarmen kann niemand wegdiskutieren! Viele sind traumatisiert und müssen dringend behandelt werden. Mit der Initiative geht es uns nicht primär darum, europäische Migrationspolitik zu machen, sondern Menschenwürde wieder herzustellen.Als Christinnen und Christen sind wir dann glaubwürdig, wenn wir unsere Nächsten wahrnehmen und ihnen helfen. Wir haben Platz und können Familien unterbringen und betreuen – ganz konkret. Was zählt, ist ein klein wenig Anstand und Mitgefühl und dass wir vom „können“ endlich ins „tun“ kommen.

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