Ge­meinde­brief St.Pölten

Herbst 2021


Liebe Gemeinde, 

der Herbst steht vor der Tür. Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten, die 14-tägig in St. Pölten stattfinden. Wir freuen uns auf Euch! 

Euer Wolfgang 


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Stefan Schröckenfuchs

Pastor, Superintendent

Ihr sät viel und bringt wenig ein; 
ihr esst und werdet doch nicht satt; 
ihr trinkt und bleibt doch durstig; 
ihr kleidet euch, und keinem wird warm; 
und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.

Monatsspruch September | Haggai 1,6

Man müht sich ab, aber es kommt nichts raus

Wer kennt es nicht: man müht sich ab, doch am Ende kommt nicht viel dabei heraus. Statt eines Erfolges oder einer schönen Begegnung erntet man am Ende nur Frust. Oder zumindest das flaue Gefühl: der Einsatz war umsonst.

Gerade jetzt, nach Monaten der Pandemie, machen viele eigentlich kleine Dinge oft viel mehr Mühe als wir es aus früheren Zeiten gewohnt sind. Trotz aller Mühen bleibt doch der Hunger nach Begegnung oder einfach nur einem fröhlichen, unbeschwerten Leben vielfach ungestillt. Man isst und trinkt und bleibt durstig, man zieht sich schön an, und trotzdem bleibt es kühl. Und das liebe Geld allein kann Probleme wie diese auch nicht beheben.

Die Erfahrung ist (mir) also bekannt. Aber was will der Prophet Haggai, der sie so treffend in Worte fasst, eigentlich seinen Hörer*innen sagen?

Rückkehr ins alte Leben 

Haggai spricht in eine ganz konkrete Situation in der Geschichte Israels. Die Israeliten sind zu diesem Zeitpunkt schon länger aus dem Exil in Babylon zurück in ihre Heimat gekehrt. Kyros, der herrschende Perserkönig, hat ihnen nicht nur die Rückkehr erlaubt, sondern auch den Wiederaufbau Jerusalems einschließlich des Tempels als zentralem Heiligtum des Judentums. Doch auch fast 2 Jahrzehnte nach der Rückkehrnach Jerusalem liegt der Tempel immer noch in Trümmern, und es gibt offensichtlich Widerstände im Volk gegen den geplanten Wiederaufbau. Zeitgleich wird das Volk durch Dürren und Missernten geplagt.

Haggai stellt in dieser Zeit die Frage in den Raum: „Wie könnt ihr in euren reich verzierten Häusern wohnen, während der Tempel noch in Trümmern liegt?“ Und er stellt einen Zusammenhang her: „Überlegt doch einmal, wie es euch geht! Ihr sät viel, doch ihr erntet wenig. Ihr esst, aber ihr werdet nicht satt. Ihr trinkt, doch ihr werdet nicht betrunken. Ihr habt etwas anzuziehen, aber keinem wird warm. Und wer sich etwas Geld verdient, verdient es für einen löchrigen Beutel.“

Für Haggai ist der Zusammenhang klar: „Ihr seid damit beschäftigt, nur für eure eigenen Häuser zu sorgen. Deswegen, ja, wegen euch, hat der Himmel den Tau zurückgehalten und die Erde keinen Ertrag gebracht: Ich (Gott) habe eine Dürre herbeigerufen, auf der Erde und in den Bergen.“ Solange sich Israel nur mit sich selbst beschäftigt, braucht es sich nicht wundern, wenn es vergeblich auf Gottes Segen warten muss, so Haggai.

Eine Strafe Gottes, oder doch eher eine Frage der Prioritäten? 

Diese unmittelbare kausale Verknüpfung (Missernte als Strafe für mangelnde Frömmigkeit) bereitet mir etwas Mühe. Sie steht aus meiner Sicht in einem Widerspruch zu manchen Aussagen Jesu (vgl. z.B. Joh 9,1-3). Dennoch halte ich die Grundfrage Haggais für überlegenswert: „Überlegt doch einmal, wie es euch geht!“ Setzt ihr denn die richtigen Prioritäten? Was wollt ihr überhaupt ernten können? Wovon erwartet ihr eigentlich satt zu werden? Wodurch wird das Herz erwärmt? Was macht das Leben wirklich reich?

Ein Gebäude zu erhalten wie einen Tempel ist natürlich kein Selbstzweck. Die Wertigkeit, die ich ihm gebe, drückt aber etwas von der Wertigkeit bzw. Erwartungshaltung des eigenen Glaubens aus. Suche ich denn da, wo ich wirklich satt werden kann?

Gerade in einer Gesellschaft, in der nur wenige Menschen physischen an Hunger, Durst oder Kälte leiden müssen, drängt sich diese Frage auf. Der Hunger nach Sinn und der Durst nach Gerechtigkeit werden nicht durch Dinge gestillt, die wir essen und trinken können. Wer einsam ist, ist arm, auch wenn er reich ist.

Gemeinsam suchen nach dem, was wirklich satt macht

Die „Kirche“ aufzubauen ist keine Pflicht, die mit Strafandrohung eingeklagt werden sollte. „Kirche zu sein“ beinhaltet aber die Einladung, gemeinsam nach dem zu suchen, was wirklich satt macht: Gemeinschaft, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Solidarität - und die Begegnung mit Gott. 

News from the church

EmK St. Pölten im Lilienhof


Information
Gottes­di­enst und Ausflug mit Fünfhaus 

Am 26. September besucht uns die Gemeinde Wien-Fünfhaus! Der Gottesdienst beginnt deshalb erst um 10:30 Uhr. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen und eine Fahrt mit dem Bummelzug nach St.Pölten und Kaffee im Hippolythaus.  

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News
Wünsche an die EmK

Schickt eine persönliche Grußbotschaft an die EmK!

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Frank Moritz-Jauk

Pastor

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08. Oct 2021 | 18:00 – 22:00
Festakt zum 150-Jahr-Jubiläum der EmK Ös­ter­reich

Die Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Festakt in der EmK in Wien-Fünfhaus, Sechshauser Str. 56, 1150 Wien Und live im Internet

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Stefan Schröckenfuchs

Pastor, Superintendent

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22. – 24. Oct 2021
Herb­sttagung

im Haus der Begegnung, 4824 Gosau, Kirchenstraße 27 Thema: "Kirche als Lerngemeinschaft"Referent: Bernhard Lasser, BA BTh BA MA MTh MA

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Esther Handschin

Pastorin, Erwachsenenbildung

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Services

EmK St. Pölten im Lilienhof


Schu­lan­fangs­gottes­di­enst

Bible texts

  1. Proverbs 1, 20-33
  2. James 3, 1-12
  3. Mark 8, 27-38
12
Sep

09:30
Gottes­di­enst mit Taufe

von Valerie Tiara 

Bible texts

  1. Proverbs 31, 10-31
  2. James 3,13-4,3 und 4, 7-8a
  3. Mark 9, 30-37
19
Sep

09:30
Ge­mein­samer Got­tedi­enst

mit der Gemeinde Wien-Fünfhaus

10:30h Gottesdienst

12:00h Mittagessen

13:00h Stadtführung mit dem Bummelzug

15:00h Abschlusskaffee im Bildungshaus St. Hippolyt

Bible texts

  1. Esther 7, 1-6 + 9-10 und 9, 20-22
  2. James 5, 13-20
  3. Mark 9, 38-50
26
Sep

10:30
kein Gottes­di­enst

feiern Sie im Livestream mit 

Bible texts

  1. Job 1, 1 und 2, 1-10
  2. HebHebrewsräer 1, 1-4 und 2, 5-12
  3. Mark 10, 2-16
03
Oct

09:30
Gottes­di­enst

mit Abendmahl

Bible texts

  1. Job 23,1-9 und 16-17
  2. HebHebrewsräer 4,12-16
  3. Mark 10,17-31
10
Oct

09:30
kein Gottes­di­enst

feiern Sie im Livestream mit 

Bible texts

  1. Job 38,1-7 (34-41)
  2. HebHebrewsräer 5,1-10
  3. Mark 10,35-45
17
Oct

09:30
Erntedank-Gottes­di­enst

Bible texts

  1. Job 42,1-6 und 10-17
  2. HebHebrewsräer 7,23-38
  3. Mark 10,46-52
24
Oct

09:30
kein Gottes­di­enst

feiern Sie im Livestream mit 

Bible texts

  1. Ruth 1,1-18
  2. HebHebrewsräer 9,11-14
  3. Mark 12,28-34
31
Oct

09:30
Gottes­di­enst

mit Abendmahl

Bible texts

  1. Ruth 3,1-5 und 4,13-17
  2. HebHebrewsräer 9,24-28
  3. Mark 12,38-44
07
Nov

09:30
kein Gottes­di­enst

feiern Sie im Livestream mit 

Bible texts

  1. 1 Samuel 1,4-20
  2. HebHebrewsräer 10,11-14(15-18)19-25
  3. Mark 13,1-8
14
Nov

09:30
Gottes­di­enst

Bible texts

  1. 2 Samuel 23,1-7
  2. Revelation 1,4b-8
  3. John 18,33-37
21
Nov

09:30
kein Gottes­di­enst

feiern Sie im Livestream mit 

Bible texts

  1. Jeremiah 33,14-16
  2. 1 Thessalonians 3,9-13
  3. Luke 21,25-36
28
Nov

09:30
Gottes­di­enst

mit Abendmahl

Bible texts

  1. Maleachi 3,1-4
  2. Philippians 1,3-11
  3. Luke 3,1-6
05
Dec

09:30
kein Gottes­di­enst

feiern Sie im Livestream mit 

Bible texts

  1. Zefanja 3,14-20
  2. Philippians 4,4-7
  3. Luke 3,7-18
12
Dec

09:30
Gottes­di­enst

Bible texts

  1. Micah 5:2-5a
  2. HebHebrewsräer 10,5-10
  3. Luke 1,39-45
19
Dec

09:30

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