Ge­meinde­briefe

2026

Woche 39 E-Mail aus Graz

In diesen Tagen werden in den Weingärten die Trauben geerntet. Die Weinlese erfordert bis heute viel Handarbeit. So braucht es dazu viele Menschen, die mithelfen. Welcher Lohn ist dafür angemessen? Was ist gerecht – eine Bezahlung nach Leistung oder eine Entlohnung nach Bedarf? Was braucht ein Mensch um zu leben? Und wie sieht die bessere Gerechtigkeit aus, nach der zu streben Jesus in der Bergpredigt empfiehlt? Danach fragt Pastorin Esther Handschin in ihrer Predigt am Sonntag.

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Woche 38 E-Mail aus Graz

Wegen technischer Probleme konnten die Wochen-E-Mails seit Mitte August nicht mehr ausgeschickt werden. Wir bitten um Entschuldigung. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden sie wieder wöchentlich erscheinen."Die kleinen Fische werden geschnappt und die großen lässt man laufen." Das kann man hören, wenn mächtige Menschen sich etwas anmaßen, was den normalen Menschen nicht erlaubt ist. In der Predigt vom kommenden Sonntag geht es um die Frage von großer Schuld oder kleiner Schuld. Wie verändert sich die Größe der Schuld, wenn wir Gottes Barmherzigkeit begegnen? fragt Pastorin Esther Handschin

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Ge­meinden­a­chricht­en Graz Juli – August

Österreich ist gesegnet mit Bächen, Flüssen und Seen. Der vor uns liegende Sommer bietet eine gute Gelegenheit, das zu genießen. Das Wasser der meisten Seen hat die Qualität von Trinkwasser. Die Anzahl der Menschen auf dieser Erde ist groß, die viel darum gäben, wenn ihnen solches Wasser zur Verfügung stünde. Und dennoch ist auch in der Steiermark das Wasser im Mai knapp geworden. Die Grundwasserspiegel sind in gewissen Gegenden viel zu tief. Sparsamkeit ist angesagt im Umgang mit dem kostbaren Nass, wenn es darum geht den Pool zu Hause anzufüllen.Die Verteilung von Wasser ist eine Frage der Gerechtigkeit. Doch wer bestimmt, ob der Swimmingpool gefüllt, das Auto gewaschen oder der Rasen gesprengt werden darf? Was schon in der Steiermark oder in Österreich kaum gelingt gerecht aufzuteilen, das ist auf die ganze Welt bezogen noch viel schwieriger zu bewerkstelligen. Und was für uns eine vergleichsweise einfache Frage der Verteilung ist, ist andernorts eine Notwendigkeit zum Überleben.Im Monatsspruch für den Monat Juli hat der Prophet Amos folgende Vision: "Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach." (Amos 5,24) So stellt er sich die Zukunft vor, wenn sämtliche Darbringung von Opfern und jedes Abhalten von Gottesdiensten nicht mehr nötig sein wird. In jenen zukünftigen Tagen wird Gottes Recht und seine Gerechtigkeit allen Menschen frei zugänglich sein wie das Wasser, das in den Bächen fließt.Der Prophet Amos hat das Fließen der Bäche und das Strömen der Flüsse als Bild verwendet, um davon zu erzählen, dass in einer zukünftigen Zeit, wo Gott alles bestimmen wird, seine Gerechtigkeit und sein Recht allen Menschen gelten und zugänglich sein wird. Vielleicht sollten wir uns diese Vision des Propheten in umgekehrter Richtung zum Vorbild nehmen: Wenn es uns ein Anliegen ist, dass Gottes Gerechtigkeit und sein Recht bei den Menschen ankommt, dann sollten wir dafür sorgen, dass alle Menschen Zugang zu gutem und sauberem Wasser erhalten. Dann sollten wir achtsam mit dem umgehen, was bei uns selbstverständlich aus jedem Wasserhahn fließt und allen Menschen in unserem Land zur Verfügung steht.

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Esther Handschin

Pastorin, Erwachsenenbildung

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Ge­meinden­a­chricht­en Graz Februar – April 2026

Am vergangenen Sonntag haben wir im Gottesdienst auf Worte aus Jesaja 58 gehört: Der Prophet richtet dem Volk Israel aus, was Gott unter aufrichtigem Fasten versteht. Dabei geht es um Befreiung von Unterdrückten, Brot für Hungernde, Behausung für Obdachlose, Kleidung für Nackte; kurz zusammengefasst: Es geht um Taten der Barmherzigkeit, so wie sie uns im Matthäusevangelium Kapitel 25 von Jesus ans Herz gelegt werden.Am kommenden Mittwoch, den 18. Februar beginnt die Fastenzeit. Für viele Christinnen und Christen stellt sich die Frage: Wie will ich diese 40 Tage vor Ostern für mich gestalten? Wie möchte ich diese Zeit nutzen, um mein Leben auf Gott auszurichten? Was hilft mir dabei, Gott zu suchen?Hier ein paar Hinweise auf verschiedene Fastenaktionen, die Inspiration vermitteln können. Die Evangelischen Kirche in Deutschland stellen ihre Aktion unter das Motto: "Mit Gefühl! – Sieben Wochen ohne Härte". Dazu gibt es konkrete Materialien zu bestellen.Ebenfalls aus Deutschland kommt die Aktion "Soviel du brauchst". Dabei geht es ums Klimafasten. Was kann ich an meinem Lebensstil ändern und in den 40 Tagen so einüben, dass es dem Klima dieser Erde gut tut?Die britische Methodistenkirche arbeitet mit dem Motto "Pause. Breathe. Make space for God". Dieses Material ist in englischer Sprache. Man kann wöchentliche E-Mails abonnieren.Als EmK in Österreich bieten wir in allen Gemeinden Gesprächszeiten zum Thema "Gottesgnade? – So ein Glück!" an. Wir haben uns als Thema die von John Wesley empfohlenen Gnadenmittel vorgenommen. Kurze Videos bieten einen Einstieg ins Gespräch, an dem entweder vor Ort oder online teilgenommen werden kann. In Graz treffen wir uns ab dem 24. Februar jeweils dienstags von 19:00 bis 20:30 Uhr. Ebenfalls am Dienstagabend gibt es eine Online-Gruppe in deutscher Sprache mit Pastorin Dorothee Büürma aus Salzburg oder in englischer Sprache mit Pastor John Calhoun von der englischsprachigen Gemeinde in Wien. Für die Online-Gruppen bitte anmelden. Nähere Informationen gibt es hier. Man muss nicht an allen Abenden teilnehmenden. Aber jeder Abend ist ein Gewinn!Wer sich zu Beginn der Fastenzeit, am Aschermittwoch, den 18. Februar für diese besondere Zeit durch das Aschenkreuz und/oder einen Segen stärken lassen möchte, hat dazu in Graz bei den ökumenischen Aktionen folgende Gelegenheiten:Bauernmarkt am Hofbauerplatz von 8:00 bis 11:30 UhrBauernmarkt am Kaiser-Josef-Platz von 9:00 bis 12:00 UhrInterspar beim Citypark von 10:00 bis 15:00 UhrBauernmarkt am Leonhardplatz von 11:30 bis 15:30 UhrKircheneck in der Herrengasse von 13:00 bis 18:00 UhrIch wünsche allen einen gesegnete Fastenzeit, in Verbindung mit Gott und den Menschen!

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Esther Handschin

Pastorin, Erwachsenenbildung

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