Frie­dens­ge­bet Graz

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Frank Moritz-Jauk

Pastor, Öffentlichkeitsarbeit


Friedensgebet zur Situation in der Ukraine

Der Termin für das Grazer Friedensgebet wurde schon am Dienstag den 22.02.2022 bekannt gegeben. Zu einer Zeit, als man schon den Ernst der Lage erkannte, aber noch auf eine friedliche Lösung hoffen wollte. 
Ein sehr kurzfristiger Termin. Dennoch konnten wir durch die Teilnahme der altkatholischen und der evangelisch-methodistischen Kirche zeigen, dass wir als christliche Kirchen in der Steiermark einander unterstützen und Ökumene leben wollen.

Die jüngsten Ereignisse haben uns leider überholt. Fakten wurden geschaffen. Ein Krieg wurde begonnen.

Die Bestürzung und Betroffenheit war durch den ganzen Gottesdienst hindurch spürbar. Besonders beim Verlesen des offenen Briefes von Svetlana, einer Ost-Ukrainerin, oder durch die Musik des ukrainischen Sängers und Geigers.

Viele Menschen waren gekommen, die Kirche war gut gefüllt. Besonders eine große Anzahl von Ukrainerinnen und Ukrainern war gekommen, um zu beten und zu weinen.

Einzig beim ukrainischen Lied, das von vielen Menschen mitgesungen wurde, habe ich mich ein wenig unwohl gefühlt und das kann ich folgendermaßen begründen:
Unbestritten gibt es Aggressoren und Opfer, unbestritten ist es Unrecht, in ein souveränes Land einzufallen, unbestritten entsteht hier Trotz, Trauer und Wut.

Aber:

Für mich ist der Schrecken des Krieges im Vordergrund. Das Leid, der Tod, die Zerstörung und das Ausgeliefert-Sein.

Da möchte ich auch kein russischer Soldat oder russische Kommandantin sein.

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