Wer ist mein Chef?

Glaubensimpuls

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Esther Handschin

Pastorin, Erwachsenenbildung


Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apg 5,29)

Die Formulierung des Monatsspruchs für den Juni aus Apostelgeschichte 5,29 hat etwas zwingendes: Man muss …, es geht gar nicht anders …, es gibt keine andere Möglichkeit als …

Im Hintergrund dieses Ausspruchs aus dem Mund des Petrus und seiner Apostelkollegen steht ein Konflikt mit den staatlichen und religiösen Behörden. Trotz eines Verbots und Gefängnis verkündigen die Anhänger des Jesus von Nazareth erneut ihren Glauben im Tempel von Jerusalem. Sie können gar nicht anders als von dem zu erzählen, was dieser Jesus und seine Auferweckung für sie bedeutet.

Was die Behörden nicht wissen konnten: Die Verkündiger des neuen Glaubens sind nicht aus dem Gefängnis ausgebrochen. Ein Engel hat ihnen in der Nacht die Tür geöffnet und ihnen die Anweisung zum öffentlichen Auftreten im Tempel von Jerusalem gegeben. Wie hätten sie sich diesem Auftrag entziehen können?

Es müssen nicht immer Engel sein, die Türen öffnen und Aufträge erteilen. Manchmal vernehmen wir eine Stimme in uns, die uns sagt: Tu es! Mach es! Überwinde dich, auch wenn es dir schwer fällt!

Nicht immer kommt diese Stimme jedoch von Gott. Manchmal zwickt uns der Widerspruch oder es reizt uns das Aufbegehren. Darum sind die inneren Impulse gut zu prüfen: Stimmen sie mit dem überein, was ich aus dem Handeln von Jesus als gut und richtig erkennen kann?

Dann ist es durchaus richtig, das in die Tat umzusetzen, was die innere Stimme sagt und – wenn es dazu kommt – die damit verbundenen Konsequenzen zu tragen. Denn eines gilt für die Menschen, für die der Glaube an Gott wichtig ist: Letztendlich gilt nicht das, was der Staat und die Behörden von uns verlangen. Letztgültig ist das, was in Gottes Augen zum Guten und zur Gerechtigkeit führt.

Wer so Gottes Spur folgt, kann auf seine Begleitung zählen, auch wenn es schwierig wird.

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