Superintendent Schröckenfuchs: Wer daran glaubt, dass die Schöpfung Gottes gute Gabe ist, muss auch verantwortungsvoll mit ihr umgehen!

Im Rahmen des weltweiten Klimastreiks am Freitag, 25. September, haben sich Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen Kirchen in Österreich für dringende Maßnahmen im Klimaschutz starkgemacht. Am Rande des Demonstrationszugs vom Wiener Westbahnhof auf den Heldenplatz sagte die Umweltbeauftragte der evangelischen Diözese Wien, Andrea Kampelmühler, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst: “Wir müssen alle etwas für die Erhaltung unserer Schöpfung tun. Die Umweltbeauftragten der Kirchen in Österreich – katholische und evangelische – tun alles, und jeder und jede einzelne in den Pfarrgemeinden auch.”

Der Wiener evangelisch-lutherische Superintendent Matthias Geist sprach davon, mit seiner Teilnahme am Klimastreik die jüngere Generation stärken und dafür eintreten zu wollen, “dass wir alle auf eine gerechte und gute Zukunft hin leben können auf einem Planeten, der bedroht und in Gefahr ist”.

“Wir müssen weiterhin konsequent Druck ausüben, auch auf die Politik in Österreich und in Europa und weltweit, dass hier etwas weitergeht”, forderte der evangelisch-reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Nicht nur die Infektionszahlen stiegen an, sondern auch die Emissionswerte: “Gerade in den Zeiten der Pandemie darf das Klima nicht vergessen werden, denn das wäre eine noch viel größere Katastrophe.”

Auch der evangelisch-methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs zeigte sich überzeugt, “dass uns der Klimawandel noch länger beschäftigen wird als andere gegenwärtige Krisen, und dass es jetzt Handlungen braucht, damit unsere Kinder und Enkelkinder in einer guten Welt leben können.” Wer daran glaube, dass die Schöpfung Gottes gute Gabe sei, müsse auch verantwortungsvoll mit ihr umgehen.

Ein Jahr nach dem bislang größten weltweiten Klimastreik im September 2019 hatte die Initiative Fridays for Future für den 25. September neuerlich zu einer globalen Großdemonstration aufgerufen. In Österreich war unter anderem die interreligiöse Gruppierung Religions for Future dem Aufruf nachgekommen.

Quelle: epdÖ, Foto: epd/Uschmann