Graz am 21. März 2021: Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben die christlichen Kirchen an die verfolgten Christ*innen weltweit gedacht und für sie gebetet.

Auf Einladung von Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl von der römisch-katholischen Kirche fand die Feier im Grazer Dom statt und wurde live in ORF 3 übertragen.

Superintendent Wolfgang Rehner von der evangelischen Kirche wies in seiner Predigt auf die Schwierigkeit hin, wie nicht von Verfolgung betroffene Christ*innen in Europa ein echtes Mitgefühl für ihre verfolgten Geschwister entwickeln können. Rehner drückte seine Hoffnung aus, durch das Gebet die Distanz zu den Betroffenen abzubauen. Wörtlich sagte er: „Die ‚armen Verfolgten‘ sind nicht mehr Gegenstand meines Bedauerns, sondern Seite an Seite richten wir uns auf Gott hin aus“.

Als Vertreter*innen der verschiedenen Kirchen waren an der Feier beteiligt: Grigorios Larentzakis von der Griechisch-Orthodoxen Kirche, Ines Tobisch und Franz Handler von der Altkatholischen Kirche, Bruno Gasper von der Baptistengemeinde, Reiner Hasenauer von der Neuapostolischen Kirche, David Andrawes und Eskandar Pawely von der koptisch-orthodoxen Kirche und Frank Moritz-Jauk von der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Anlass für die ökumenische Feier war der Gebetstag für verfolgte Christen, den die Österreichische römisch-katholische Bischofskonferenz 2017 für jeden fünften Fastensonntag allgemein für die österreichischen katholischen Diözesen beschlossen hatte.

Text: Frank Moritz-Jauk, EmK und Bildrechte: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt Steiermark