Foto: Frauen im Kongo setzen sich für den Frieden ein. Fabrice Mbonankira für Connexio Schweiz.

Zweimal im Jahr treffen sich die Frauen des Frauennetzwerks der EmK Österreich, um sich über ihre Arbeit und ihre Netzwerke auszutauschen. Während die Vorsitzende Margit Wallner nichts über die internationalen Kontakte berichten konnte, ist es erstaunlich wie kontinuierlich die Beziehungen in den einzelnen Frauengruppen vor Ort gepflegt werden: Sei es über Telefonate mit einzelnen Frauen, sei es durch regelmäßige Treffen online oder durch Spaziergänge zu zweit oder zu dritt. Gemeinsam sind die Frauen unterwegs, um einander durch die Pandemie zu begleiten. Während eine Frauen es vermissen, sich zu einem Gespräch bei Kaffee und Kuchen zu treffen, freuen sich andere Frauengruppen darüber, dass bei den Online-Treffen auch solche teilnehmen können, die weiter entfernt wohnen.

Mit großer Dankbarkeit durfte die Jahresrechnung 2020 entgegengenommen werden. Durch großes Engagement und Überzeugungskraft konnten die Frauen im vergangenen Jahr zwei gute und wichtige Projekte unterstützen. Knapp 4.000,– Euro hat die SommerSammlung für die Sommerschule für Roma-Kinder in Ohrid/Nordmazedonien ergeben. Und etwas über 5.250,– Euro dürfen wir an den Gemeindeaufbau nach Albanien weiterleiten. Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern, die in herausfordernden Zeiten bereit sind, ihre Mittel zu teilen!

Mit dem Jahr 2021 kommt zum Gemeindeaufbau in Albanien ein weiteres Projekt außerhalb Europas hinzu, das das Frauennetzwerk Österreich unterstützen möchte: „Mit Frauen ist Frieden möglich“. Dieses Projekt wird in der unruhigen Ostregion der Demokratischen Republik Kongo, Provinz Süd-Kivu, durchgeführt. Frauen werden angeleitet mit Sketches, Liedern und viel Engagement sich als aktive Friedensbotschafterinnen für ein friedliches Zusammenleben und gegen Gewalt einzusetzen. Was sie als Botschaft anderen weitergeben, setzen sie auch in ihren eigenen Familien und im persönlichen Umfeld um, denn oft sind die Frauen selbst von Gewalt im häuslichen Umfeld oder durch Kriegsgeschehen betroffen.

Als Projekt für die SommerSammlung, die ab Juni 2021 in den Gemeinden durchgeführt wird, wurde aus der Projektliste des Fonds Mission in Europa die Wochenend-Suppenküche in Vrbas/Serbien ausgewählt. Es gibt in diesem Ort in der Vojvodina eine öffentliche Suppenküche, die von Montag bis Freitag geöffnet ist. Die methodistische Gemeinde vor Ort wird von November bis April an jedem Samstag eine schmackhafte und warme Mahlzeit anbieten und ihre Räume dafür öffnen, dass bedürftige Menschen sich aufwärmen können. Indem die methodistischen Gemeinden in Österreich diese Arbeit in Vrbas unterstützen, erinnern sie sich auch an ihre eigenen Wurzeln. Denn aus Vrbas kamen nach dem Zweiten Weltkrieg einige Flüchtlinge nach Österreich und waren an der Gründung methodistischer Gemeinden in ihrer neuen Heimat beteiligt.

Pastorin Esther Handschin