Alle vier Jahre, im Jahr einer regulären Generalkonferenz, trifft sich der Vorstand des Frauennetzwerks in erweiterter Zusammensetzung. Denn alle vier Jahre wird der Vorstand neu gewählt. In diesem Jahr gibt es einige Veränderungen. So wurde Margit Wallner aus Salzburg bei der heurigen Delegiertenversammlung am 7. März zur neuen Vorsitzenden. Sie hat langjährige Erfahrung sowohl in der Leitung des Salzburger Frauenkreises als auch als Mitglied des österreichweiten Vorstands. In den letzten Jahren hat sie auch die Kontakte auf Ebene der Zentralkonferenz und zum Weltbund methodistischer Frauen gepflegt. Sie wird unterstützt von Pastorin Esther Handschin als stellvertretende Vorsitzende. Die bisherige Vorsitzende, Iris Radauer, wird neu die Kassenführung übernehmen. Der bisherigen Kassenführerin, Elisabeth Papauschek, wurde mit einem großen Applaus für ihre langjährige Tätigkeit gedankt. Das neue Vorstandsquartett wird ergänzt durch Maria Sonnleithner als Schriftführerin.

Die Berichte der Vorsitzenden und die Berichte aus den Frauengruppen in den Gemeinden zeigen eine große Kontinuität in der Arbeit mit Frauen. Meist monatlich treffen sich die Frauen zu Gespräch und Austausch. Am einen Ort sind es mehr seelsorgerliche Gespräche, die gepflegt werden. Am anderen Orte berichten Frauen von Herausforderungen in ihren beruflichen Arbeitsfeldern oder versuchen, mit anderen Frauen aus der Gemeinde in Kontakt zu kommen. Wichtig sind vertrauensvolle und unterstützende Beziehungen, die Raum geben um sich über Fragen des Lebens oder des Glaubens auszutauschen.

Von allen Orten wurde vom Weltgebetstag der Frauen berichtet, der am Tag zuvor gefeiert wurde. Die Texte und Gebete für diesen weltweit gefeierten Gottesdienst haben heuer Frauen aus Simbabwe vorbereitet. Meist werden diese Gottesdienste von einigen Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen zusammen gefeiert. In Wien gab es einmalig eine große Feier im Stephansdom mit an die 1000 Teilnehmenden.

Ein anderer Schwerpunkt der Berichte waren die Missionsfeste, die in den Gemeinden gefeiert wurden oder werden. Das bei diesen Festen und bei anderen Gelegenheiten gesammelte Geld wird verschiedenen Projekten zur Verfügung gestellt, die das Frauennetzwerk Österreich über die methodistischen Hilfsorganisationen Connexio (www.connexio.ch) und Fund Mission in Europa unterstützt. Es liegt in der Hand der Frauen, diese Projekte auszuwählen.

So wurde beschlossen, mit der SommerSammlung 2020 ein Kindertageszentrum in Murtino, Nordmazedonien zu unterstützen. Die dortige methodistische Gemeinde baut ein solches Zentrum für 3- bis 5jährige Kinder auf, um sie mit einem breit gefächerten Programm in ihrer Entwicklung zu unterstützen und damit die Eltern und vor allem die Mütter zu entlasten, die meist in der Landwirtschaft tätig sind.

Die andere Projektentscheidung wird ab dem Jahr 2021 wirksam werden. Nebst der Unterstützung für den Gemeindeaufbau in Albanien ist es den Frauen wichtig auch für ein Projekt auf der Südhalbkugel zu sammeln. Es wurde das Projekt „Mit Frauen ist Frieden möglich“ in der Region Süd-Kivu im Kongo gewählt. Frauen werden zu Friedensbotschafterinnen, indem sie Songs und Sketches einüben und aufführen, die für ein friedliches Zusammenleben werben. In dieser vom Kriegsgeschehen verschiedener Rebellengruppen geplagten Gegend, wo es auch viel häusliche Gewalt gibt, werden auf diese Weise Frauen gestärkt und ihr vielfältiges Potential zum Wohl aller genützt.

Pastorin Esther Handschin
Foto: EmK Ö