Ein unglaublicher Knall, splitterndes Glas und die Schreie von Menschen weckten Thomas Kemper aus einem kurzen Schlaf in einer Lounge am Atatürk Airport in Istanbul in der Nacht des 28. Juni. „Es war ganz in der Nähe. Ich dachte, das muss eine Bombe sein“, sagte er. Das kurze Interview war auch im ORF in der ZIB 1 zu sehen. „Wenn Sie sehen, wie Menschen laufen, schreien und kreischen, dann wissen Sie, dass es wirklich ernst ist.“

Für Thomas Kemper war es nur ein Zwischenstopp auf seiner Reise nach Tokio. Kemper lief zurück und flüchtete in einen Lagerraum in der Küche. Gemeinsam mit einem chinesischen Angestellten versteckten sie sich. Seine Gedanken waren bei seiner Familie in Deutschland. Er sagte, dass er sich in Gottes Hand wusste. Türkische Beamten brachten Kemper und viele andere Menschen in Sicherheit.

Nach jetzigem Wissenstand kamen 41 Menschen bei dem von drei IS-Terroristen verübten Attentat ums Leben.

Thomas Kemper, Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland war lange Jahr Missionssekretär in Deutschland und ist seit sechs Jahren Generalsekretär der weltweiten Missionsbehörde mit Sitz in Atlanta, USA.

Quelle: The Atlanta Journal-Constitution