Der Dialog zwischen Katholiken und Methodisten ist für beide Seiten bereichernd. Das sagte Papst Franziskus bei einem Treffen mit einer Delegation des Weltrates methodistischer Kirchen im Vatikan.

In seiner Ansprache betonte der Papst die Wichtigkeit des gegenseitigen Vertrauens und Verständnisses. Der Papst würdigte auch das am 6. April eröffnete Ökumene-Büro der Methodisten in Rom. Es sei ein Zeichen des Wunsches, alles Trennende zu überwinden, was eine völlige Einheit verhindere. Vor allem beim kirchlichen Amtsverständnis und bei manchen ethischen Fragen dächten Katholiken und Methodisten aber unterschiedlich. Das sollte sie aber nicht davon abhalten, ein gemeinsames Zeugnis als Christen abzulegen, so das katholische Kirchenoberhaupt. In der Welt von heute, "die durch viel Schlechtes verletzt" werde, sei es nötiger denn je, als Christen gemeinsam die Frohe Botschaft zu verkünden. "Wenn wir gemeinsam denen dienen, die Hilfe brauchen, wächst unsere Gemeinschaft." Der Papst erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass es bereits seit fast fünfzig Jahren eine gemeinsame Kommission für theologische Fragen gebe.

Das Ökumene-Büro soll nach Angaben des Weltrates methodistischer Kirchen helfen, den Dialog mit anderen Kirchen sowie das gemeinsame Handeln für Gerechtigkeit und Frieden zu fördern. Der methodistische Weltrat ist ein Dachverband von rund 80 Kirchen methodistischer Prägung mit weltweit rund 80 Millionen Mitgliedern. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ist ebenfalls Mitglied.

Grusswort des Papstes an die Methodisten (voller Wortlaut in Englisch)
Antwort der Methodisten an den Papst (voller Wortlaut in Englisch)

Quelle: www.emk-schweiz.ch / www.idea.de / www.domradio.de

Bild: Die Delegation aus dem Weltrat methodistischer Kirchen im Vatikan (Bild: Vatikan Radio).