Ende Jänner 2015 zogen um die sechzig Asylwerber, alles Männer, in die aufgelassene Kaserne in der Riedenburg Salzburg ein. Sie bildeten in unmittelbarer Nähe zur Salzburger EmK-Gemeinde eine bunt zusammengewürfelte Schicksalsgemeinschaft, die in regelmäßigen Abständen Besuch durch einzelne Gemeindeglieder, insbesondere durch Martin und Maria Langer bekam.

Nach einem guten Jahr wurde dieses Flüchtlingsquartier mit Ende Februar 2016 geschlossen. Viele von den Asylwerbern haben inzwischen Asyl bekommen und leben nun als anerkannte Flüchtlinge verstreut über die Stadt Salzburg. Einige warten seit Monaten auf ihr Erstinterview oder den Bescheid. Damit die Kontakte weiter gepflegt werden können, hat Mitte April ein erstes Treffen in den Räumen der Salzburger Gemeinde stattgefunden. Die Freude über positive Bescheide oder den baldigen oder schon erfolgten Familiennachzug wurde miteinander geteilt. Anwesende Frauen (Mütter oder Ehefrauen) und Kinder wurden herzlich willkommen geheißen. Diejenigen, die noch warten müssen, fanden ein offenes Ohr und weitere Begleitung. Staunend wurde festgestellt, dass viele im Erwerb der deutschen Sprache gute Fortschritte gemacht haben und die Kommunikation wesentlich einfacher geworden ist.

Eine kleine Gruppe trifft sich wöchentlich, um die Deutschkenntnisse zu vertiefen. Die anderen freuen sich schon auf ein nächstes Treffen Ende Mai. Die Dankbarkeit darüber, einen Ort zu haben, wo man sich treffen und austauschen kann, war deutlich spürbar. Es ist wichtig, dass es solche Orte gibt und die Beziehungen weiter gepflegt werden können. Dafür stellen wir unsere Räume gerne zur Verfügung.

Pastorin Esther Handschin