„Eine humane Lösung des Flüchtlingsproblems ist nur möglich, wenn in Europa das Prinzip der Solidarität in den Mittelpunkt gestellt wird.“ Dies betonte der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) am Freitag, 26. Februar, in einer gemeinsamen Erklärung. Wörtlich heißt es in dem Text: „Es geht nicht an, die EU-Mitgliedsländer im Süden, vor allem Griechenland und Italien, mit der Belastung allein zu lassen. Das Projekt Europa steht und fällt damit, dass die Probleme im Miteinander aller Betroffenen gelöst werden, Sonderwege einzelner Staaten oder Staatengruppen führen in die Irre.“

Zugleich ruft der ÖRKÖ-Vorstand das Wort von Papst Franziskus in Erinnerung, dass nicht Zäune, sondern Brücken gebaut werden sollen: „Die Christen sind sich der Tatsache bewusst, dass der Zustrom der Flüchtlinge nach Europa viele Probleme mit sich bringt. Wenn man sich aber nur darauf konzentriert, diesen Zustrom unter Einsatz aller Mittel einzuengen, ist das nicht zielführend. Wir brauchen Lösungen, die an die Wurzel gehen und die menschliche Würde aller Beteiligten wahren.“

Quelle: epdÖ / evang.at
Foto: Daniel Fekete/HiA/ACT Alliance

 

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