Jede positive Zukunftsvision benötigt heute im Kern auch Lösungen für den Klimawandel. Darum werden sich im Herbst tausende Menschen aus allen Ecken der Welt auf Pilgerwege für Klimagerechtigkeit begeben. Die Pilgerinnen und Pilger wollen aus ihrem Glauben heraus ihre Solidarität mit jenen Menschen zum Ausdruck bringen, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind. Sie wollen ihren eigenen Beitrag zu einer klimasicheren Zukunft leisten und sie wollen die politischen Entscheidungsträger/innen weltweit eindringlich ermahnen, sich bei der Weltklimakonferenz in Paris auf wirksame und ausreichende Vereinbarungen zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung zur einigen.

Auch in Österreich wird eine Gruppe an Klimapilgernden vom 17. Oktober bis 8. November zu Fuß von Wien nach Salzburg (Route) unterwegs sein. Unterwegs werden von den Pilgernden klimarelevante Stationen und ggf. Veranstaltungen besucht. Das Aufsuchen dieser Kraftorte (positive Beispiele) und Schmerzpunkte (Klimasünden) gibt, begleitet von spirituellen Gedanken, Impulse um sich neu zu orientieren und Aufbrüche zu wagen. Diese Erfahrungen werden von den Klimapilgernden bei konkreten Begegnungen am Weg kommuniziert und mit einer Vielzahl an Menschen medial geteilt (#klimapilgern_at).

An den Stationen am Weg wird ein „Rucksack der Alternativen“ mit Symbolen für konkrete Alternativen zum klimaerwärmenden Business-as-usual gefüllt. Weitere Veranstaltungen im Umfeld werden ihre eigenen Symbole für eine klimagerechte Zukunft zu den Alternativen hinzupacken.

Den Abschluss des österreichischen Pilgerweges für Klimagerechtigkeit bildet eine ökumenische Sendungsfeier nach Paris. Einige Pilger/innen werden als Delegation zum internationalen Klimapilgern nach Paris gesandt. Diese Gruppe tritt den weiteren Weg per Zug an und schließt sich dem europaweiten ökumenischen Pilgerweg in Frankreich an. Der österreichische Rucksack der Alternativen wird bei einer Abschlussveranstaltung in Paris gemeinsam mit den Symbolen anderer europäischer Pilgerwege präsentiert.

Wer selbst zur Klimapilgerin oder zum Klimapilger werden möchte, kann sich der Gruppe auf Etappen anschließen, um beim Pilgern neue Impulse für das Leben in einer klimasicheren Zukunft zu bekommen und eigene Zeichen für politische Veränderungen zu setzen. Auch Gruppen und Organisationen sind eingeladen mitzupilgern, die Pilgernden an klimarelevanten Stationen auf dem Weg einzuladen oder ihnen eigene Beiträge in den „Rucksack der Alternativen“ für die Weltklimakonferenz mitzugeben.

Die Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich gehört zu den Trägerorganisationen des Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit. Mehr Infos unter http://www.klimapilgern.at

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