Die THR erfüllt mit ihrer neuen Struktur die Vorgaben des Landeshochschulgesetzes und kann mit unbefristeter staatlicher Anerkennung rechnen.

Die Theologische Hochschule Reutlingen (THR) wird künftig von einem Hochschulrat, einem Senat und einem erweiterten Rektorat geleitet. Mit dieser neuen Struktur erfüllt die Hochschule die Vorgaben des baden-württembergischen Landeshochschulgesetzes und darf nun mit einer unbefristeten staatlichen Anerkennung rechnen.

Der neu eingesetzte Hochschulrat ist mit zwölf Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kirche und Diakonie hochqualifiziert besetzt. Mit ihren ausgewiesenen Kompetenzen werden sie die Hochschule in strategischen Fragen der Zukunftsentwicklung und der Finanzen leiten. Vom Hochschulrat unabhängig sind die akademischen Belange Forschung, Lehre und Studium. Diese werden im neu zu bildenden Senat behandelt, der sich aus der Professorenschaft, sowie mehreren Vertretern der Studentenschaft und weiteren auf dem Campus beschäftigten Personen zusammensetzt. Das Alltagsgeschäft wird vom Rektorat wahrgenommen, das vom Rektor der THR, Roland Gebauer, dem Prorektor für Forschung, Michael Nausner, und dem Prorektor für Lehre und Studium, Holger Eschmann, gebildet wird.

25 Jahre erfolgreiche Arbeit

Bisher war die Hochschule von einem Verwaltungsrat geleitete worden, der von Gremien der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland, der Schweiz und Österreich gewählt wurde. Roland Gebauer, Professor für Neues Testament und Rektor der THR, dankte den Mitgliedern des seitherigen Verwaltungsrats für deren intensives Engagement. In der Verantwortung des Verwaltungsrats lagen in den vergangenen 25 Jahren weitreichende Maßnahmen. Dazu gehörte die Zusammenführung der beiden in Reutlingen und Bad Klosterlausnitz in der früheren DDR liegenden theologischen EmK-Ausbildungsstätten auf dem Campus in Reutlingen, die erhebliche Erweiterung des Reutlinger Campus-Geländes mit der Errichtung mehrerer Gebäude sowie die Erreichung der staatlichen Anerkennung, die zu einer akademischen Aufwertung und infolgedessen auch zu steigenden Studentenzahlen führte.

Feierliche Einführung

Die neuen Gremien wurden in einem feierlichen Gottesdienst vorgestellt und eingesetzt. In seiner Predigt betonte Walter Klaiber, der im Ruhestand in Tübingen lebende vormalige Bischof der EmK in Deutschland, dass das Wort Gottes, auch und gerade dann der wissenschaftlichen Betrachtung bedürfe, wenn es sich als Skandal und Torheit erachte.

Christof Voigt (kur)
Foto: © privat

Zur Information: Die Mitglieder des Hochschulrats: Markus Bach (EmK-Pfarrer in Uster, Schweiz), Dr. Klaus Bratengeier (Privatdozent für Medizinische Physik am Universitätsklinikum Würzburg), Dr. Lothar Elsner (EmK-Pastor und Theologischer Vorstand der Bethanien Diakonissen-Stiftung), Dr. Albrecht Haizmann (Pfarrer der Württembergischen Landeskirche, Geschäftsführer der ACK Baden-Württemberg und Privatdozent für Praktische Theologie an der Universität Tübingen), Esther Handschin (EmK-Pfarrerin in Salzburg, Österreich), Claudia Haslebacher (Superintendentin der EmK in der Schweiz für den Distrikt Bern), Marcus Junga (Steuerberater und Unternehmensberater, Solingen), Irene Kraft (Superintendentin der EmK in Deutschland für den Distrikt Hamburg), Dr. Hermann Lichtenberger (Professor für Neues Testament und antikes Judentum an der Universität Tübingen), Werner Philipp D.min. (EmK-Pastor in Dresden), Siegfried Reissing (Superintendent der EmK in Deutschland für den Distrikt Stuttgart), Dr. Iris Trick (Mikrobiologin am Fraunhofer-Institut, Stuttgart).

Quelle: emk.de