Der Ost-Kongo ist seit April von einer Flüchtlingswelle aus dem Nachbarland Burundi betroffen. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) im Ost-Kongo setzt sich aktiv ein, um diesen Flüchtlingen zu helfen.

In Burundi sind im April Unruhen ausgebrochen, nachdem Präsident Nkurunziza entschied, ein drittes Mal für das Amt zu kandidieren. Damit verstösst er gegen die Verfassung, die nur zwei Amtszeiten vorsieht. Seit Ende April fliehen deshalb Menschen aus Burundi vor den Unruhen in die Nachbarländer, davon viele in die Demokratische Republik Kongo. Darunter sind auch Kongolesen, die selbst in Flüchtlingslagern in Burundi gelebt haben und nun in ihre Heimat zurückkehren.

EMK Bischof Gabriel Unda, dessen Bischofsgebiet Ost-Kongo betroffen ist, sagt, dass die Flüchtlinge vor allem sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel, Kleidung und Unterkünfte benötigen. Zahlreiche EMK Familien in der Gegend haben Menschen bei sich aufgenommen und teilen das Wenige, das sie haben. Bischof Unda ruft zu Spenden auf, um eine Grundversorgung für die Flüchtlinge zu ermöglichen und die Familien, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben, zu unterstützen.

Connexio hat als Antwort auf diese Notlage bereits CHF 12‘000 als Soforthilfe aus dem Nothilfefonds zur Verfügung gestellt. Spenden für die Flüchtlinge aus Burundi können mit Vermerk „Burundi“ an Connexio überwiesen werden - www.connexio.ch/spenden. Wir danken Ihnen, wenn Sie damit der EMK im Ost-Kongo helfen, für die Flüchtlinge aus Burundi eine Grundversorgung einzurichten.

Die Region Ost-Kongo ist seit vielen Jahren immer wieder von Unruhen betroffen. Sexuelle Gewalt, Armut und Analphabetismus sind allgegenwärtig, die Gesundheitsversorgung schlecht und die Sterblichkeitsrate hoch. Obwohl die Lage zurzeit relativ stabil ist, bedeutet die Flüchtlingswelle aus Burundi eine hohe Belastung für die Region und die armutsbetroffenen Menschen. Bischof Unda schätzt, dass bereits über 100‘000 Flüchtlinge die Grenze zum Kongo überquert haben – ein Ende ist nicht in Sicht.

Die EMK im Ost-Kongo hat sich zum Ziel gesetzt, durch Aus- und Weiterbildung vor allem die soziale und gesundheitliche Situation von Frauen und Kindern zu verbessern. Sie setzt sich ein gegen sexuelle Gewalt, baut Gesundheitszentren auf und richtet Zentren ein für Frauen, wo diese Schutz und Hilfe finden können.

Quelle: Connexio, emk-schweiz.ch