Erstmals tritt der Internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Europa zusammen. Vom 1. bis 7. Mai treffen sich rund 100 methodistische Bischöfe und Bischöfinnen aus Afrika, Asien, Nordamerika und Europa für eine Woche in Berlin.

„Berlin steht als Symbol für Einigung und Versöhnung nach einer Zeit der Teilung und des Leidens“, erklärt Bischof Peter Weaver, Leiter des Büros des Bischofsrats, zur Wahl des Tagungsorts. Darüber hinaus sei Europa als Region bedeutsam, weil Methodisten dort eine „lange und reiche Geschichte in missionarischer Arbeit haben“. Hauptthemen der Tagung sind die weltweite Förderung und Entwicklung lebendiger Gemeinden und die Frage, wie die Bischöfe angesichts vieler kirchlicher Herausforderungen die Einheit der Kirche unterstützen und bewahren können. Zudem wird die EMK-Generalkonferenz geplant, die nächstes Jahr in Portland (Bundesstaat Oregon, USA) tagt. Dieses für die Leitung der weltweiten Kirche zuständige Kirchenparlament wird sich unter anderem mit Gemeindegründung und Gemeindeentwicklung sowie mit Fragen globaler Gesundheitsprogramme und Armutsbekämpfung beschäftigen.

Berlin ist auch in den Augen von Bischöfin Rosemarie Wenner der ideale Tagungsort für diese Beratungen. „Deutschland und die Menschen in Europa haben viel Grund zur Freude über die Veränderungen nach dem Fall der Mauer, und gleichzeitig wissen wir, dass damit auch grosse Herausforderungen verbunden sind“, betonte die für Deutschland zuständige EMK-Bischöfin und Gastgeberin der Bischofsratstagung. Gerade die europäischen Bischöfe könnten Erfahrungen aus Veränderungsprozessen in die Beratungen des Bischofsrats einbringen. Ausserdem wollten die internationalen Bischofskollegen auch erfahren, wie Kirchengemeinden in eine säkularisierte Gesellschaft hineinwirken könnten. Die Schweizer EMK wird in Berlin durch Bischof Patrick Streiff vertreten sein, der für 15 Länder in Mittel- und Südeuropa sowie Nordafrika zuständig ist.

Öffentliche Höhepunkte während der Bischofsratstagung sind der Gottesdienst mit ökumenischen Gästen zur Eröffnung der Tagung am 1. Mai in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und die Aufführung des Musicals „Ride! Ride!“ am Samstagabend, 2. Mai, in der EMK-Kreuzkirche in Berlin-Lankwitz. Im Anschluss an die Tagung begibt sich eine Delegation des Rates auf Geschichtstour nach Herrnhut und Wittenberg, während eine andere Gruppe die Arbeit des evangelisch-methodistischen Diakoniewerks Martha-Maria mit Besuchen von Einrichtungen in Freudenstadt, Hohenschwangau, München und Nürnberg kennenlernen wird.

Autor: Klaus Ulrich Ruof, Pressesprecher EMK Deutschland
Bild: Brandenburger Tor in Berlin

Quelle emk-schweiz.ch