Jugendliche der EMK Strumica (Makedonien) verteilten zum makedonischen Weihnachtsfest vom 6./7. Januar 2014 selbst gebackene Kekse an bedürftige Menschen in ihrer Stadt – zum Zeichen dafür, dass der Weihnachtsgruss «Christus ist geboren» gerade auch den Ärmsten gilt. Dies war eine der ersten Aktionen eines neuen Betriebsjahres des «Miss Stone Zentrums», das vielen Menschen Hoffnung bringt und neue Perspektiven eröffnet.

Mit 138 Essensempfängern und rund 30 Personen auf der Warteliste ist das Hauptprojekt des «Miss Stone Zentrums» – das Essen auf Rädern – vollständig ausgelastet. Der Leiter Mitko Konev und die gesamte Belegschaft schaffen es, ein qualitätsmässig hervorragendes Essen zu liefern und trotzdem durch Einkochen von gespendeten Agrarprodukten (im vergangenen Jahr insbesondere von den EMK-Gemeinden Monospitovo, Murtino und Strumica) die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Durch kontinuierlich steigende Energie- und Lebensmittelkosten wird die Beibehaltung dieser Zahl allerdings immer schwieriger.

Täglich stattfindende Computerkurse für junge, behinderte Menschen erfreuen sich grosser Beliebtheit. In den vergangenen Monaten profitierte auch ein sehr begabter junger Mann mit Autismus von Einzelförderunterricht. Die durch den Besuch und das Interesse des Präsidenten von Makedonien für dieses Projekt hervorgerufene mediale Aufmerksamkeit führte zu einer Dokumentarsendung des lokalen Senders.

Im Oktober freuten sich die Verantwortlichen des Zentrums über den Besuch des Präsidenten der Republik Makedonien, Dr. Gjorge Ivanov. Anschliessend an den Gottesdienst in der EMK-Gemeinde Strumica besuchte er – zusammen mit dem italienischen Botschafter Ernesto M. Bellelli – das «Miss Stone Zentrum». Beide zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Geschichte und dem grossen sozialen Engagement der in Makedonien kleinen Kirche.

Neben der täglichen Hilfe für bedürftigen Essensempfänger, die sonst niemanden haben, der ihnen in Bezug auf Medikamente, Windeln, Kleidung und Holz für den Winter helfen würde, gab es in den vergangenen Wochen und Monaten wieder einige Aktionen, die über das «Miss Stone Zentrum» koordiniert und durchgeführt wurden – so zum Beispiel die Verteilung von Essenspaketen, Kleidung, Schulmaterial und Spielzeug insbesondere an bedürftige Kinder mit alleinerziehenden Müttern. Drei Romakinder können nun die Schule besuchen, anstatt dass sie – wie früher – den Müll nach Plastikflaschen durchsuchen müssen. Einer alleinerziehenden Frau mit zwei Kindern und kranker Mutter wurden gespendete Türen und Fenster in ihr Häuschen eingebaut, um es winterfest zu machen. Sie leben alle in einem Raum mit Lehmboden, ohne Wasser und sanitäre Einrichtungen. Im Nebenraum leben die Ziege und der Esel, Tiere, die sie ebenfalls über das «Miss Stone Zentrum» erhalten haben und die der Familie das Überleben sichern.

«Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind.» Dieser Jesajatext ist eine Einladung, auf dem Weg in ein neues Jahr auf Gott zu vertrauen. Er lädt aber auch dazu ein, Gott für seine Hilfe zu danken – und ebenso den zahlreichen Menschen, die durch ihre Gaben für das «Miss Stone Zentrum» dazu beigetragen haben, dass es im Leben vieler bedürftiger Menschen im vergangenen Jahr ein wenig heller geworden ist.

Quelle: Christina Cekov, Strumica/Makedonien
Im Bild: Bedürftige erhalten Holz, um im Winter heizen zu können.