Missionsprojekte


des Frauennetzwerks

Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
in El Alto, Bolivien, Südamerika
[Connexio Projekt-Nr. 42222]

Aymara und Ketschua-Ureinwohner

Bolivien ist das Land mit dem höchsten Anteil indianischer Bevölkerung und das ärmste Land Lateinamerikas. Bis vor kurzem lebte der Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Durch die zunehmende Landflucht vergrößert sich die Wohnbevölkerung in den Städten rasant.  Armut, Verelendung und Kriminalität nehmen zu. Besonders die indianische Bevölkerung, die Aymara und Ketschua, hat nur ungenügenden Zugang zu höheren Bildungseinrichtungen oder politischen Ämtern. Ihre Schulbildung ist schlecht und ihre Aussichten auf eine gutbezahlte Stelle sind gering.



Unterstützung durch die Methodistenkirche

El Alto (spanisch: „die Höhe“) liegt unmittelbar westlich von La Paz, zu dem es bis 1985 als Stadtteil gehörte. Mit rund einer Million Einwohner ist El Alto die zweitgrößte Stadt Boliviens. In den letzten Jahren hat der Kirchendistrikt El Alto seine Gemeinden dazu gebracht, verschiedene Initiativen ins Leben zu rufen, um der Bevölkerung zu helfen und Hoffnung zu geben.
Heute sind zwei Kirchengemeinden der Stadt El Alto soweit, dass sie in je einem Kinderzentrum Aktivitäten für 30 bis 50 benachteiligte Kinder anbieten. Die Gemeinde Machaq Marka wirkt in einem Viertel, in welchem hauptsächlich arbeitslose ehemalige Bergwerkarbeiter mit ihren Familien in großer Armut leben. Die Gemeinde unterstützt die Kinder des Viertels. Gemeindeglieder kochen warme Mahlzeiten, helfen bei den Aufgaben und bieten während der Woche Aufenthalt in einer von Nächstenliebe geprägten Umgebung.
 



Ganzheitliche Betreuung

Kinder im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren, die sonst keine Betreuungsperson haben, werden gegen einen bescheidenen Beitrag im Zentrum von Montag bis Freitag ganztägig betreut. Liebevolle,
altersgerechte und pädagogische Betreuung steht im Vordergrund. Pro Tag werden 5 Mahlzeiten angeboten, die eine ausgewogene Ernährung garantieren. Die Kinder werden regelmäßig gewogen und gemessen. Kinder, die sich nicht regulär entwickeln oder krank sind, werden zum Arzt gebracht. Es finden Veranstaltungen zu wichtigen Themen für die Eltern der Kinder statt.
Weitere Gemeinden stoßen dazu
Iglesia Siloé, Rios de Agua Viva, Nueva Canán, Estrella de Belén, Nueva Esperanza, Bethel, Paraíso de Fe – so lauten die Namen der methodistischen Gemeinden in El Alto, die ebenfalls begonnen haben, dem Beispiels Machaq Markas zu folgen. Sie bauen Kapellen um, richten Aufenthaltsräume, Kurs-zimmer und Küchen ein und installieren sanitäre Anlagen, damit ihre Liegenschaften als Jugend-zentren dienen können.
 
Kinder werden von ausgebildeten PädagogInnen unterrichtet

Die Gemeinde Machaq Marka gibt ihre Erfahrungen weiter und vermittelt wertvolle Beziehungen; der Distriktvorsteher fördert das Programm nach Kräften. Die Gemeinde erhält heute Unterstützung von der Organisation S.O.S.-Kinderdörfer und der Stadtverwaltung. Die neu im Programm engagierten Gemeinden arbeiten vorerst ausschließlich mit freiwilligen HelferInnen und mit eigenen Mitteln. Um noch wirkungsvoller helfen zu können, sind aber auch sie auf unsere Hilfe angewiesen. Connexio unterstützt mit finanziellen Beiträgen den Umbau und die Ausstattung der Gemeinden. Je nach Situation werden auch Entschädigungen an freiwillige Mitarbeitende bezahlt, denn in El Alto leben wenig Menschen, die es sich leisten können, unentgeltlich zu arbeiten.

Die Methodistenkirche in Bolivien

Die Methodistenkirche in Bolivien (Iglesia Evangéli-ca Metodista en Bolivia, IEMB) wurde 1906 gegrün-det. Sie umfasst heute rund 200 Gemeinden und ist hauptsächlich eine Kirche der Ureinwohner (Ayma-ra). Die meisten ihrer 8'400 Mitglieder gehören den untersten Einkommensstufen an. Als Kirche der Armen setzt sich die IEMB neben der Verkündigung des Evangeliums für die Verbesserung der Lebens-qualität in Bolivien ein. Die verschiedenen Gemein-den engagieren sich in Sozialprojekten, die sie in ihrer Umgebung realisieren. So entstehen Dorfentwicklungsprojekte, Frauenarbeit, Kinderhorte, Schulen und Gesundheitsposten, die von der IEMB getragen werden.




Ihre Unterstützung für Kinder und Jugendliche

Mit Ihrer Gabe unterstützen Sie benachteiligte Kin-der und Jugendliche in El Alto.
In allen Gemeinden wird anlässlich des Missionsfe-stes für dieses Projekt gesammelt. Beteiligen Sie sich bitte an diesen Sammlungen.
Sie können Spenden mit dem Vermerk  »Bolivien« auch auf folgendes Konto überweisen:
Evangelisch-methodistische  Kirche in Österreich, Frauennetzwerk
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Nr.: 7.475.247, BLZ 32000

IBAN: AT24 3200 0000 0747 5247
BIC: RLNWATWW


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Gemeindeaufbau in Albanien
[Fonds Mission in Europa Projekt AL-101]

Albanien ein Land auf der Suche

Anfang April 2009 feierten die Albaner den Beitritt zur NATO. Ein Fest wurde im Zentrum organisiert. Wir schlossen uns der Menge an, die zum zentralen Skanderbegplatz strömte. „Ein Wunder der Freiheit“ - Albanien tritt der NATO bei, stand auf den Plakaten, die das Opernhaus komplett abdeckten. Tausende Menschen kamen, standen herum und redeten. Videowände wurden aufgestellt, Flugzeuge warfen Plaketten ab, es gab Feuerwerk und Musikgruppen traten auf.
Beim Mittagessen erklärte uns ein Mann: „Dieser Beitritt führt nicht zu mehr Freiheit oder größerer Sicherheit im Lande, vielmehr bedeutet er eine große finanzielle Verpflichtung, die auf eines der ärmsten Länder Europas zukommt. Es muss ein Kontingent Soldaten für Afghanistan aufgestellt und finanziert und eine marode Armee modernisiert werden. All das wird die schwierigen sozialen Umstände Albaniens (Grundversorgung, Gesundheitssystem, Landwirtschaft, Infrastruktur und Arbeitslosigkeit) nicht verbessern.
Albanien ist ein Land auf der Suche nach Zukunft. Diese Zukunft ist, trotz zahlreicher Verbesserungen ungewiss. Es gibt Zeichen der Veränderung, aber nicht für alle.

Ein albanischer Zachäus oder welche Hoffnung
gibt es?


Wohin soll Albanien gehen? Wie sieht die Hoffnung aus? Die Politik hat nicht viel zu bieten. Die Regierung gibt Versprechen, sagt uns ein Lehrer: „Die Leute glauben, dass sie diese halten werden. Das tun sie natürlich nicht und es gibt nur neue Versprechen, die auch nicht gehalten werden. Und dennoch wählt man die gleichen Leute demokratisch wieder, weil sie halt wieder Versprechen geben.“ Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, aber wir haben es oft gehört.

Es gibt eine Geschichte, die man sich in Albanien erzählt: Ein kluger Mann, der aber durch eine Krankheit gehbehindert wurde und sich nur mühsam und langsam fortbewegen konnte, wurde gefragt, was er denn tun würde, wenn die EU die Grenzen öffnen würde. Er meinte: „Ich würde sofort auf einen Baum klettern, damit ich von der Menge, die nach draußen ins Ausland wegläuft, nicht erdrückt oder zertrampelt werde.“

Es ist gut, dass die Albaner über ihre eigene Situation witzige Geschichten erzählen und es steht auch nur ihnen selbst zu, sich so zu äußern. Witze beschreiben oft eine Realität. Es ist die Wirklichkeit eines Landes inmitten von Europa, das nicht nur ärmer ist, als alle Länder in seiner unmittelbaren Umgebung; eines Landes, das wenig Hoffnung hat, dass sich die Verhältnisse im Lande für viele zum Besseren wenden. Man schaut nach außen und dort erhofft man sich Verbesserung für die eigene Lage.




Was können wir als Kirche tun?


Wir haben entdeckt, dass wir einfach hier sein können. Kirche soll ein guter Ort für die Menschen sein. Wir können Begegnung und Gespräch ermöglichen,  einen Platz bereitstellen an dem man frei und ohne Druck man selbst sein kann. Die Kirche kann und darf ein Ort des Vertrauens sein, an dem man dieses Vertrauen einüben und leben kann. Wir laden ein zu Gottesdiensten, Bibelstunden  und Gemeinschaft - und die Menschen kommen.

Als Methodisten haben wir einen besonderen Auftrag in dieser Welt. Einerseits den Menschen von Gottes bedingungsloser Liebe in schwerer Zeit zu erzählen und sie andererseits darin zu bestärken, dass es einen Unterschied macht, wenn man sich für seine Mitmenschen einsetzt. Spiritualität und Solidarität gehören zusammen. Wir können hier nur Kirche mit den Menschen sein und gemeinsam auf Gott sehen und hören. Aus dem Vertrauen kommt die Kraft für die Zukunft. Gute und langfristige Hilfe muss eingebettet sein in eine Atmosphäre des Vertrauens und Glaubens. Tragfähige Hoffnung entspringt aus dem Glauben. Es nützt aber nichts das als Formel zu verbreiten. Vertrauen muss entstehen können, geschenkt und bewährt werden. Versöhnung mit Gott, mit den Menschen und mit sich selbst ist ein Weg. Methodisten sind Menschen auf dem Weg im Vertrauen auf Gottes Verheißung in ein gutes Land geführt zu werden. Wir sind am Anfang eines Weges, den wir in Gemeinschaft mit Gott und anderen Methodisten in Europa gehen wollen.


Wilfried & Jean Nausner



Die Evangelisch-methodistische Kirche in Albanien


• 3 Gemeinden - Bishnica, Pogradec und Tirana. Pogradec und Tirana sind Neugründungen.
• ca. 150 Mitglieder (verstreut auf viele Orte)

Seit September 2008 hat die EmK in Albanien die Arbeit vom CHW Wismar übernommen. Die Arbeit der EmK ist derzeit vor allem Missions- und Aufbauarbeit. Ziel ist es selbstständige Gemeinden in Albanien zu schaffen.


Beziehung zu anderen Kirchen

Die EMK in Albanien pflegt enge Beziehungen zu anderen Gemeinden in Albanien, die sich zur reformatorischen Tradition bekennen und ist allen Christen gegenüber offen und gesprächsbereit. Beziehungen zur katholischen und zur orthodoxen Kirche werden gesucht und gepflegt.

Beziehungen zum Islam
Die EMK in Albanien ist sich dessen bewusst in einem Land zu arbeiten in der sich die Mehrheit der Bevölkerung zum Islam bekennt. Wir suchen das Gespräch mit allen Menschen, auch mit Muslimen ohne unsere Überzeugungen preis zu geben. Wir setzen uns ein für ein friedlichen Umgang der Religionsgemeinschaften.

Spenden

Mit Ihrer Gabe unterstützen Sie den Aufbau der Evangelisch-methodistischen Kirche in Albanien.

In allen Gemeinden wird anlässlich des Missionsfestes für dieses Projekt gesammelt. Beteiligen Sie sich bitte an diesen Sammlungen.
Außerdem können Sie Spenden mit dem Vermerk  »Missionsprojekt Albanien« auf folgendes Konto überweisen:
Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich, Frauennetzwerk,
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG Nr.: 7.475.247, BLZ 32000
IBAN: AT24 3200 0000 0747 5247
BIC: RLNWATWW


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