Soziale Verantwortung

Wie wir uns engagieren

Es ist unsere Überzeugung, dass christlicher Glaube nicht nur im „für wahr Halten“ bestimmter Lehren besteht. Methodistinnen und Methodisten sind vielmehr überzeugt, dass sich der Glaube eines Menschen auch auf seine Einstellung zu seinen Mitmenschen und zur Schöpfung auswirkt, und in seinem Verhalten sichtbar wird. Soziales Engagement und das Eintreten für soziale (und zunehmend auch ökologische) Gerechtigkeit gehören entsprechend zu den Kernidentität der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Das Soziale Bekenntnis ist ein Gebet, indem wir uns zu unserer Verantwortung für die Menschliche Gemeinschaft und die Schöpfung bekennen. Es wird immer wieder in unseren Gottesdiensten gebetet, um uns selbst an diese Verantwortung zu erinnern. Die Sozialen Grundsätze nehmen Stellung zu den Kernfragen der Menschen in der gegenwärtigen Welt. Sie werden alle vier Jahre gemeinsamen von den Delegierten aus aller Welt bei der Generalkonferenz ergänzt und aktualisiert.

Unser soziales Anliegen

Das erste soziale Bekenntnis der EmK wurde 1908 formuliert und bezog sich im Wesentlichen auf wirtschaftliche Fragen. Schon vier Jahre später kamen Themen wie Familie, Gesundheit, Versorgung alter und behinderter Menschen, Kinder und besonders Kampf gegen Armut dazu. Seit diesem Zeitpunkt war das Soziale Bekenntnis fester Bestandteil methodistischer Lehre und Ordnung. Die letzte Bearbeitung bzw. Neuformulierung wurde 2008 zum 100-Jahr-Jubiläum in einem weltweiten Prozess vorgenommen.

Die hier aufscheinende Version ist die vorletzte. Sie wird im deutschsprachigen Raum durch ihren Abdruck im Gesangbuch weiterhin in der Liturgie der Gottesdienste verwendet und stellt eine Selbstverpflichtung dar.

Das Soziale Bekenntnis der Evangelisch-methodistischen Kirche

Wir glauben an Gott, den Schöpfer der Welt,
und an Jesus Christus, den Erlöser alles Erschaffenen,

und an den Heiligen Geist,

durch den wir Gottes Gaben erkennen.

Wir bekennen, diese Gaben oft missbraucht zu haben

und bereuen unsere Schuld.

Wir bezeugen,

dass die natürliche Welt Gottes Schöpfungswerk ist.

Wir wollen sie schützen

und verantwortungsvoll nutzen.

Wir nehmen dankbar

die Möglichkeiten menschlicher Gemeinschaft an.

Wir setzen uns ein für das Recht jedes Einzelnen

auf sinnvolle Entfaltung in der Gesellschaft.

Wir stehen ein für das Recht

und die Pflicht aller Menschen,

zum Wohl des Einzelnen

und der Gesellschaft
 beizutragen.

Wir stehen ein für die Überwindung

von Ungerechtigkeit und Not.

Wir verpflichten uns zur Mitarbeit 
am weltweiten Frieden

und treten ein für Recht und Gerechtigkeit

unter den Nationen.

Wir sind bereit,
mit den Benachteiligten

unsere Lebensmöglichkeiten zu teilen.

Wir sehen darin eine Antwort auf Gottes Liebe.

Wir anerkennen Gottes Wort

als Massstab in allen menschlichen Belangen

jetzt und in der Zukunft.Wir glauben

an den gegenwärtigen und endgültigen Sieg Gottes.

Wir nehmen seinen Auftrag an,

das Evangelium in unserer Welt zu leben. Amen.

© Evangelisch-methodistische Kirche