Mit der Einrichtung eines Hochschulrats, eines Senats und eines Rektorats verändert die Theologische Hochschule Reutlingen (THR) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) ab Herbst dieses Jahres ihre Strukturen.

Die Trennung der Zuständigkeitsbereiche beschloss der bisherige Verwaltungsrat der Hochschule bei seiner jüngsten Sitzung auf Verlangen des baden-württembergischen Ministeriums für Wissenschaft. Nur mit Strukturen, die die »Unabhängigkeit der Lehre« gewährleisten, ist die weitere staatliche Anerkennung als Theologische Hochschule aufrechtzuerhalten. Für die Aufsicht über Gebäude, Finanzen und Strategie wird künftig der Hochschulrat zuständig sein, für den akademischen Bereich wird ein Senat eingerichtet und für die Zusammenführung der Arbeit ist das Rektorat zuständig. Die fünf deutschsprachigen EmK-Konferenzen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland entsenden dafür zwölf Personen in den Hochschulrat, statt der bisher in den Verwaltungsrat entsandten 15 Personen. Der Hochschulrat wird künftig die formale Kontaktstelle zur EmK sein und das Zusammenwirken von Kirche und Hochschule in den genannten Arbeitsbereichen stärken. Er löst den bisherigen Verwaltungsrat ab, der sich jährlich einmal traf, um die Arbeit der Hochschule zu begleiten und der sowohl für inhaltliche als auch für organisatorische Entscheidungen zuständig war.

Nach der Neustrukturierung wird der THR die Möglichkeit einer unbefristeten staatlichen Anerkennung in Aussicht gestellt. Aus diesem Grund wurde die Umstrukturierung kurzfristig und zügig in Angriff genommen und hochschulintern von einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Pfr. Markus Bach, Uster (Schweiz), vorbereitet. Der einstimmig gefasste Beschluss wird im Herbst vom bis dahin amtierenden Verwaltungsrat endgültig in Kraft gesetzt.

Ein weiterer Beschluss leitet die Renovierung eines Teils der Studentenwohnungen im »Haus Schempp«, der ältesten Campusimmobilie, in die Wege. Weitergehende Baumaßnahmen mit dem Ziel der Barrierefreiheit, die Renovierung des Essbereichs und die Erweiterung der Bibliothek werden in den nächsten Jahren im Rahmen eines Gesamtplans berücksichtigt.

Quelle: emk.de, Klaus Ulrich Ruof, Christof Voigt