Vom 8. bis 11. März 2018 tagte das Exekutivkomitee der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa in Budapest (Ungarn). Kommunikation und Teambildung nahmen einen wichtigen Platz ein – es wurden aber auch inhaltliche Diskussionen geführt.

Knapp 30 Frauen und Männer der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in zehn Ländern trafen sich in der ersten Märzhälfte 2018 in der ungarischen Hauptstadt. Ziemlich genau ein Jahr zuvor waren sie als Mitglieder des Exekutivkomitees oder als Vorsitzende einer Arbeitsgruppe der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa gewählt worden. Nun gab es eine erste Standortbestimmung. Als Gäste nahmen zudem auch drei designierte Superintendenten der EMK in Makedonien, Serbien und der Slowakei teil.

Angesichts der personellen Veränderungen im Exekutivkomitee und der Herausforderungen eines grenzüberschreitenden Kircheseins war als thematischer Schwerpunkt «Teambildung und Kommunikation» gewählt worden. Die Umsetzung erfolgte sehr kreativ und vielseitig: spielerisch, durch das vierstimmige Singen von Taizé-Liedern, in der Feier des Abendmahls, im Besuch der «Invisible Exhibition», einer interaktiven Reise durch eine Welt in völliger Dunkelheit, im Nachdenken über eine Kultur der Offenheit – und im gemeinsamen Essen.

Zum Thema passte, dass die Tagung des Exekutivkomitees erstmals in englischer Sprache stattfand. Das war nicht ohne Herausforderungen und ebnete längst nicht alle Unterschiede in Bezug auf die sprachlichen Fähigkeiten ein. Aber es förderte das gegenseitige Verständnis und das Zusammenwachsen, weil sich eben alle in einer anderen als der je eigenen Muttersprache ausdrücken mussten.

Inhaltlich schlug das Exekutivkomitee einige Pflöcke ein:

- Die Arbeit an einer alle verbindenden und zugleich flexiblen elementaren Gottesdienstform geht weiter. In den verschiedenen Ländern der Zentralkonferenz werden Gemeinden gesucht, die in Pilotprojekten Erfahrungen sammeln wollen mit einer bewussten und konsequenten Anwendung der vier Kernelemente Ankommen / Hören / Teilen / Weitergehen oder mit einer Neuentdeckung der Mahlgemeinschaft als Zentrum des christlichen Gottesdienstes.

- Die aktuelle deutschsprachige Übersetzung der Sozialen Grundsätze mit den an der Generalkonferenz 2016 beschlossenen Änderungen (z.B. neue Artikel zu Kultur und Identität, Pornographie, Mobbing) wurde angenommen.

- Die «Leitlinien für einen verantwortlichen Lebensstil» sollen bis zur Zentralkonferenz 2021 inhaltlich und sprachlich aktualisiert werden.

- Hinsichtlich der Wahl eines neuen Bischofs bzw. einer neuen Bischöfin im Jahr 2021 wurde der Vorschlag für ein Nominations- und Wahlverfahren angenommen.

Die nächste Sitzung des Exekutivkomitees wird vom 6. bis 10. März 2019 in Makedonien stattfinden. Das Schwerpunktthema wird «Arm und Reich in der Zentralkonferenz» lauten.

Quelle: Urs Schweizer, Assistent des Bischofs Patrick Streiff, Zürich/Schweiz

Foto: Supt. Petr Prochazka (Tschechien) und der designierte Superintendent Stefan Rendos (Slowakei)