Jeden Dienstag herrscht in den Räumen der EmK Gemeinden Wien-Fünfhaus und English Speaking UMC Hochbetrieb: Es ist Wärmestubentag!

Ab 8 Uhr morgens beginnen die freiwilligen MitarbeiterInnen der gemeinsamen Wärmestube mit den Vorbereitungen: Tische werden gedeckt, Stühle gestellt, Brot, Wurst und Käse hergerichtet, Kaffee und Tee werden gekocht und alles wird auf das Eintreffen der ersten Gäste vorbereitet. Spätestens ab 9:30 - oft schon früher - warten die ersten Gäste darauf, dass die Türen geöffnet werden. Zum Frühstück, wie ein altbekannter Wärmestubengast mit einem Lächeln sagt. Da ist es nämlich noch ruhiger.

Nicht ganz so ruhig ist es indes in der Küche. Da wird schon bereits auf allen verfügbaren Herdplatten gekocht. Gemüsesuppe, Kartoffelgulasch, Faschierter Braten, Letschogemüse - die Auswahl ist jeden Dienstag groß, und entsprechend groß ist auch die Nachfrage. "Bei euch schmeckt das Essen immer gut, und die Atmosphäre ist auch angenehm.", bekommen die GastgeberInnen immer wieder zu hören. Beides ist den Gemeinden auch ein großes Anliegen. Während die einen Kochen, sitzen andere mit den Gästen beisammen, um zu plaudern. Und machmal auch, um wieder auf neutralere Themen zu lenken, wenn bei einer Diskussion über Politik oder Religion die Gemüter sich ein wenig erhitzen. Das jedoch ist selten nötig.

Im Laufe des Nachmittags beginnen sich Töpfe und Tische dann langsam zu leeren. Die Gespräche werden vertrauter, viele verabschieden sich mit einem fröhlichen "Danke, bis nächste Woche". Und auch diejenige, die mitgeholfen haben, sind zwar müde, aber fröhlich. Weil es ein nettes Miteinander ist in der Wärmestube. Und weil es immer wieder erstaunlich ist, dass es gereicht hat. 60-80 Gäste kommen besuchen die Wärmestube jeden Dienstag - manchmal sind es auch 100. Und bisher ist noch jeder satt geworden. Das ist doch ein Grund, dankbar zu sein!

Foto: Bernhard Pöll