Mit einem Sendungsgottesdienst endete das »Staunen!«-Festival in Cuxhaven. Der Akzent an diesem Sonntag lag auf der Rückkehr in den Alltag.
Am vergangenen Sonntag, dem 13. Mai, fand das Europäische Methodistische Festival »Staunen!« mit einem Sendungsgottesdienst seinen Abschluss unter dem Motto »Jetzt und Hier«. In seiner Predigt forderte Dennis Mohn die Gemeinde auf, nicht, wie Petrus es wollte, auf dem Berg der Verklärung (Matthäus 17,1-13) Hütten zu bauen. Der Pastor der Kirche des Nazareners aus dem niederländischen Vlaardingen betonte, es gehe nicht darum, einen spektakulären Moment festzuhalten. Auch die Festival-Teilnehmer hätten in den Tagen auf dem Dünenhof bei Cuxhaven Bewegendes erlebt. Es seien Tage gewesen, in denen sich Gott besonders nahe zeigte. Das festhalten zu wollen, sei verständlich.

Zurück in den Alltag, aber Jesus ist schon dort
Gott aber habe Petrus unterbrochen, als dieser vorschlug Hütten zu bauen, um den Moment festzuhalten. In diesem Augenblick habe die Jünger eine Wolke überschattet – eine Szene, die im Gottesdienst ins Bild gesetzt wurde: Eine Nebelwolke hüllte die Bühne ein. – Am Ende der Verklärung aber sahen die Jünger niemanden, als Jesus allein (Vers 8). Diesen Satz hob der Prediger hervor, der die »Staunen!«-Gemeinde mit seinem launigen Predigtstil immer wieder zum Schmunzeln brachte. Die Beziehung zu Jesus, so Mohn, sei das wichtigste, »nicht die Hütten, nicht die Bergmomente, nicht das grelle Licht, nur er ist wichtig«. Das Thema Beziehung gehöre zur Bibel wie ein sprichwörtlicher roter Faden: Schon von der Schöpfung her sei der Mensch auf Beziehung angelegt. Paulus greife dieses Bild mit dem »in Christus sein« auf. Das heiße, zu lernen, »nach dem zu leben, was wir schon sind«. »Jesus sagt: Folge mir und ich zeige dir wie«, so Mohn. Zu Hause warte der Alltag, »aber Jesus ist schon dort. Trau dich zu gehen und schau auf ihn allein.«

Segen in fünf Sprachen
Im Gottesdienst unter der Leitung von Pastor Olaf Wischhöfer und Pastorin Anne Detjen wurde einer großen Mitarbeiterschaft gedankt, die das Festival überhaupt möglich machte. Bischof Christian Alstedt aus Dänemark, einer der zwei Vorsitzenden des Europäischen Rates Methodistischer Kirchen dankte zusammen mit Bischof Harald Rückert dem Festival-Organisator Christhard Elle und seiner »furchtlosen und enthusiastischen Leitung«. Für die zum Rat gehörenden Kirchen sei dieses Festival wieder eine besondere Erfahrung gewesen, beschrieb Alstedt dessen Bedeutung. In vielen Ländern zählten sie zu den kleineren Kirchen, aber auf dem Europäischen Festival »Staunen!« hätten alle gemerkt, »dass wir Viele sind«. Wie diese Gemeinschaft im Glauben Grenzen überwinden kann, zeigte auch ein Gänsehautmoment am Ende des Gottesdienstes: Der Segen wurde in fünf Sprachen gespendet.

Foto: Michael Putzke