An der außerordentlichen Sitzung des Verwaltungsrates der Theologischen Hochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche in Reutlingen vom 29. November 2014 wurden die Grundlagen für eine unbefristete staatliche Anerkennung der Hochschule festgelegt und verabschiedet. Eine Findungskommission wurde beauftragt, geeignete Personen für den neuen Hochschulrat zu finden.

Im Frühling dieses Jahres wurde der Theologischen Hochschule Reutlingen mitgeteilt, dass eine staatliche Anerkennung mit den aktuellen Strukturen nur noch bis im Jahr 2021 möglich ist. Damit eine unbefristete staatliche Anerkennung als Hochschule mit eigenen Bachelor- und Master-Studiengängen möglich ist, müssen die Strukturen dem baden-württembergischen Landes-Hochschulgesetz angepasst werden.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Markus Bach, hat die notwendigen Strukturanpassungen erarbeitet und dem Verwaltungsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Alle fünf betroffenen Ordnungen wurden schließlich einstimmig verabschiedet und per 1. August 2015 in Kraft gesetzt. Mit der Anpassung der Strukturen sind die notwendigen Schritte für eine unbefristete staatliche Anerkennung erfolgt. Der entsprechende Antrag wird dem Wissenschafts-Ministerium unterbreitet werden.

Gleichzeitig wurde in den neuen Strukturen dem Hochschulrat die Möglichkeit gegeben, die Stelle einer Rektoratsassistenz einzuführen. Das Stellenprofil und die Finanzierung dafür müssen jedoch noch erarbeitet werden. Ebenso wurde in den neuen Strukturen die Anzahl der Prorektoren/ Prorektorinnen von einer auf zwei Stellen erhöht.

Damit die Anbindung an die Evangelisch-methodistische Kirche gewahrt bleibt, wurde eine Findungskommission eingesetzt, die für die Nominationen von Hochschulrats-Mitgliedern verantwortlich ist. Bereits gewählt wurden: Dr. Klaus Bratengeier sowie die Superintendenten Uwe Onnen, Stephan Ringeis und Siegfried Reissing aus Deutschland. Das Mitglied aus der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika ist noch zu benennen. Für Österreich wird Pastorin Esther Handschin in der Findungskommission Einsitz nehmen.

Autor: Markus Bach-Hochuli
Bild: Der bisherige Verwaltungsrat der Theologischen Hochschule in Reutlingen