Methodistischer Rat für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Europa. Hinter dieser Herausforderung für so manche Zunge verbirgt sich, was in Englisch schlicht und einfach EMYC heißt.
Jedes Jahr treffen sich zum EMYC Verantwortliche im Kinder- und Jugendbereich sowie Jugenddelegierte aus allen Ecken Europas, von Norwegen bis Italien und von Irland bis Russland, zur gemeinsamen Ratstagung. Wieso? Um die aktuellen Belange ihrer Arbeit zu diskutieren, die methodistische Landschaft des Kontinents zu erforschen, miteinander in Gemeinschaft zu sein, Gott näher zu kommen, und natürlich: Um die europäische Vielfalt würdig zu feiern.

Diesmal durften die 41 Delegierten sich von 25.-30. September in Stuttgart treffen. Themen der Open Space Gruppen, die den inhaltlichen Kern der Ratstagung stellen, waren zum Beispiel: Methodistische Theologie, mentale Gesundheit oder Homosexualität in der Kirche. Auf der praktischen Seite wurden in den Gruppen auch ein SwopShop für Mitarbeitende im Kinder- und Jugendbereich (SwopShop = Erfahrungs- und Ressourcentausch, Anfang Mai 2014 in Ungarn) geplant, sowie ein internationales Jugendtreffen (von 22.-29. Juli 2015 in Irland).

Bei so einer fabelhaften Zusammenkunft darf natürlich ausgiebiges Feiern nicht fehlen. Zum Beispiel die Feier einer Kooperationsvereinbarung mit der Division on Ministries with Young People, die seitens der weltweiten EmK für Jugendarbeit veranwortlich ist, oder die neue Mitgliedschaft im EYCE (europäischer ökumenischer Jugendrat). Und nicht zuletzt die Wahl der deutschen Bischöfin Rosemarie Wenner als neue Präsidentin des EMYC. David Gamble (GB), der nach 4 Jahren seine Amtszeit beendet und sich wieder mehr seinem echten Job widmen wird, wurde vom Rat herzlich verabschiedet.

Im Rahmen der EMYC Ratstagung tagte auch die Arbeitsgruppe Kinder und Jugend unserer Zentralkonferenz. Hier waren als Themen vor allem die Nachbesprechung unseres ZK-Jugendtreffens YOUME im August diesen Jahres, sowie die Repräsentation der neuen Länder unserer Zentralkonferenz (Albanien, Belgien, Rumänien) im EMYC zu besprechen.

Bleibt die Frage, was nimmt man von so einem Treffen mit? Eine bestimmte Post-Event-Traurigkeit, erstmal. Dieser Terminus beschreibt das Loch, das in einem ensteht, wenn man aus einer einzigartigen Gruppe voller fabelhafter, motivierter, herzlicher Persönlichkeiten heraus wieder in sein Alltagsleben gezwängt wird. Langfristig gesehen bleiben die Erfahrung - was Methodismus europaweit war, ist, bzw. sein könnte; die Erinnerung - in Form von vielen Fotos, vielen Namen, und vielen Protokollen; und die Beziehungen, zu all jenen Menschen die während einer so eindrucksvollen Woche gemeinsam gebetet, gelacht, geweint und gesungen haben. Und schlussendlich am Ende bleiben immer Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei.

Katherine Jolly

Foto: Rob Redpath, EMYC
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