Wir sind zutiefst betroffen über diese Welle der Gewalt und des Terrors in Paris. Die Attentate haben mehr als 120 Menschen das Leben gekostet. Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei den Opfern und deren Familien und Angehörigen und wissen uns solidarisch mit den Menschen in Frankreich. In diesem Zusammenhang soll auch an die Opfer des Flugzeugabsturzes auf der Sinai-Halbinsel gedacht werden, der sehr wahrscheinlich auch durch einen Bombenanschlag verursacht wurde.

Die Terroranschläge von Paris führen uns sehr deutlich vor Augen, dass Europa keine Insel der Sicherheit ist und sich nicht vom Krieg und Terror in Syrien und im Irak abschotten kann. Auch noch so viele Zäune machen Europa nicht sicherer. Wer gegen die brutale Gewalt der Terroristen ist, muss den Flüchtlingen, die dieser Gewalt entflohen sind, mit Offenheit begegnen und ihnen beistehen. Wir suchen nach einer friedlichen Antwort auf diese Tragödie. Lassen wir uns nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinden wir das Böse mit dem Guten. Setzen wir uns weiterhin ein für ein humanes Europa, in dem die Menschenrechte geachtet werden.

In dieser Situation erwarten wir von allen, die politische Verantwortung tragen und weitreichende Entscheidungen treffen müssen, mit Besonnenheit zu handeln, den Zusammenhalt in Europa zu stärken und entschieden gegen die Ursachen des Terrors vorzugehen. Wir hoffen, dass die Syrien-Konferenz in Wien Fortschritte macht und man sich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen kann.

Lothar Pöll, Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche

Bildquelle: lonelyplanet.com