Was steckt hinter diesen Buchstaben? Es sind acht Personen, die zusammen die Kommission für liturgische, theologische und ethische Fragen der Jährlichen Konferenz Österreich bilden. Drei- bis viermal im Jahr treffen wir uns unter der Leitung von Helmut Nausner, um verschiedene Texte miteinander zu besprechen oder uns über Tagungen und Bücher zu unterhalten, an denen einzelne Personen aus der Kommission teilgenommen oder mitgewirkt haben.

Manchmal kommt der Anstoß von außen: Wir werden als eine der Kirchen, die im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertreten sind, um eine Stellungnahme gebeten. So in der Frage, wie die Erklärung des Weltkirchenrates anlässlich der letzten Vollversammlung in Busan/Korea auch in Österreich umgesetzt werden kann. Welche Gaben anderer Kirchen haben wir in der evangelisch-methodistische Kirche übernommen und aufgenommen? Und welche unserer Gaben wurden von anderen Kirchen übernommen? Was wünschen wir an Themen, die in Zukunft im ÖRKÖ besprochen werden sollten? Wo engagieren wir uns für Gerechtigkeit, Frieden und die Heilung der Schöpfung?

Manchmal kommt die Anregung von innen: Esther Handschin arbeitet in der Arbeitsgruppe Liturgie der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa mit. Sie berichtet laufend über die dort geleistete Arbeit: die Umfrage zum Gottesdienst, die im Sommer 2014 gemacht wurde, deren Auswertung und welche Impulse – gerade zur Frage „Wie feiern wir Abendmahl?“ — von der Zentralkonferenz an die einzelnen Jährlichen Konferenzen und Gemeinden ausgehen werden.

Derzeit ist die Kommission mit einer Stellungnahme beschäftigt, um die die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) ihre Mitgliedskirchen bittet. Eine Arbeitsgruppe mit VertreterInnen aus 21 verschiedenen evangelischen Kirchen hat sich Gedanken darüber gemacht, wie „Kirchengemeinschaft“ im Sinn der GEKE verstanden werden kann. Stimmt das, was hier formuliert wurde, mit dem überein, was wir als Evangelisch-methodistische Kirche als wesentliche Kennzeichen für eine Kirchengemeinschaft sehen? Wo gibt es Probleme in der Umsetzung dessen, was als Konkretisierung vorgeschlagen wird? Eine solcher Grundlagentext wird in Zukunft wesentlich sein für das Gespräch zwischen der GEKE und anderen Kirchen wie der Römisch-katholischen oder den orthodoxen Kirchen. Und ein gemeinsames Verständnis darüber, wie wir Kirchengemeinschaft verstehen, wird ein weiterer Mosaikstein sein, um den religiösen Frieden zum Wohl aller Menschen zu sichern.

In der Zusammensetzung der KoLTEF wird darauf geachtet, dass nicht nur PastorInnen und theologisch gebildete Laien mitwirken, sondern auch interessierte Laien, die mit der einen oder anderen Frage mithelfen, dass theologische Texte allgemein verständlich bleiben und nicht am „normalen“ Kirchenvolk vorbei formuliert werden. Immer wieder kommt auch zur Sprache, wie etwas aus der eigenen Perspektive des Glaubens gesehen und in der jeweiligen Gemeinde gelebt wird.

Pastorin Esther Handschin

Bild: Lothar Pöll v.l.n.r.: Ruth Armeanu, Martin Siegrist, Helmut Nausner, Leon Vetta, Bernhard Lasser, Esther Handschin, Matthew Laferty, Wolfgang Grabensteiner