Bei der in Westafrika um sich greifenden Ebola-Epidemie arbeiten die Leiter der methodistischen Kirchen in Westafrika mit regionalen und kirchlichen Gesundheitseinrichtungen, sowie mit den methodistischen Missionaren und dem Internationalen Hilfswerk der EmK (United Methodist Committee on Relief, UMCOR) eng zusammen. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) hat in Sierra Leone drei Krankenhäuser und fünf Kliniken und in Liberia ein Krankenhaus und drei Kliniken.

UMCOR hat der EmK in Sierra Leone zunächst 25.000 US-Dollar (18.600 Euro) zur Verfügung gestellt um in den EmK-Gesundheitszentren die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, weitere Ansteckungen zu verhindern und um eine Quarantänestation am Mercy Hospital einzurichten. Weitere 50.000 US-Dollar (37.000 Euro) wurden von UMCOR bewilligt, um die Einrichtung von Quarantänestationen und die Durchführung von Gesundheitskursen zu unterstützen. Die Gesundheitskurse sind nötig, um unter der Bevölkerung über das Virus zu informieren und das Bewusstsein für Präventionsmaßnahmen zu erhöhen.
In dieser Woche lieferte UMCOR in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Hilfsorganisationen dringend benötigte Schutzausrüstung nach Sierra Leone und Liberia. Die Schutzausrüstungen bestehen aus Handschuhen, Schürzen, Masken, Schutzbrillen, Gummischuhe und Kunststoffplatten.

Eine von den Kirchen in Sierra Leone und Liberia gebildete Ebola-Arbeitsgruppe (Religious Leaders Task Force on Ebola) unter dem Vorsitz des für Sierra Leone zuständigen EmK-Bischofs John K. Yambasu hat zu einem dreitägigen Fasten und Beten aufgerufen. Dabei soll besonders für alle von der Epidemie betroffenen Menschen und für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen gebetet werden.

Auch die methodistische Präsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, hat die Bevölkerung ihres Landes aufgefordert, für göttliche Hilfe zu beten. Die Liberianer sollten drei Tage des Fastens und des Gebets einhalten, »damit Gott Mitleid mit uns hat und unsere Sünden vergibt und unser Land heilt, während wir gegen das tödliche Ebola-Virus kämpfen«, erklärte Johnson Sirleaf am Mittwoch.

Die EmK-Weltmission hat die Aktionen des EmK-Hilfswerks mit bisher 3.000 Euro unterstützt. Spenden mit dem Vermerk »Ebola-Bekämpfung« können auf das Konto der EmK-Weltmission überwiesen werden (IBAN: DE65520604100000401773 - BIC: GENODEF1EK1).

Weitere Informationen im Missionsbüro in Wuppertal (E-Mail: weltmission@emk.de; Telefon: +49 202 7670190)

Quelle: emk.de
Bildquelle: SZ-Karte