ÖRKÖ-Vorsitzender betont gemeinsamen Einsatz für die Armen und an den Rand Gedrängten

Wien – Den gemeinsamen Einsatz aller Kirchen für soziale Gerechtigkeit und Solidarität in Österreich hat Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), eingemahnt. Er äußerte sich im Rahmen der jüngsten Vollversammlung des ÖRKÖ in Wien. Es gelte, sich gemeinsam für die Armen und die an den Rand Gedrängten zu engagieren, dabei den Glauben gemeinsam zu bekennen und das Evangelium zu verkünden. Die Kirchen müssten dabei aber auch immer ihre jüdischen Wurzeln mitbedenken, so Hennefeld laut einer Aussendung des ÖRKÖ.

Als weitere Schwerpunkte für die kommenden Jahre nannte der seit Jahresbeginn amtierende neue ÖRKÖ-Vorsitzende unter anderem die Friedensarbeit und den Einsatz für verfolgte Christen, ohne dabei andere Verfolgte zu vergessen. Hennefeld zeigte sich zuversichtlich, dass das gegenseitige Vertrauen unter den Kirchen weiter wachsen wird, sodass auch kontroversielle Themen ausgehalten werden können.

Hennefeld informierte darüber, dass ein ÖRKÖ-Studientag zum Thema „Ökumene der Märtyrer“ abgehalten werden soll. Damit solle auch die Öffentlichkeit in den Kirchen mit dem Phänomen des Martyriums in Zeitgeschichte und Gegenwart aus unterschiedlichen konfessionellen Perspektiven bekannt gemacht werden.

Die ÖRKÖ-Vollversammlung fand am 23. März aus Anlass des 90-Jahr-Jubiläums des österreichischen Zweigs der „Heilsarmee“ in der Wiener Niederlassungdieser im 19. Jahrhundert aus der Evangelisch-methodistischen Kirche hervorgegangenen karitativ-charismatischen Bewegung statt. Majorin Heidi Oppliger erläuterte das spirituelle Profil der Gemeinschaft. Der General der „Heilsarmee“, Andre Cox, wird im Mai Wien einen Besuch abstatten.

Die Vertreter der Kirchen gedachten im Rahmen der Vollversammlung auch des im Jänner verstorbenen Wiener armenischen Erzbischofs Mesrob Krikorian.

Bild: Landessuperintendent Thomas Hennefeld über die bevorstehenden Aufgaben des ÖRKÖ. (Foto: epdÖ/M.Uschmann)

Quelle: evang.at / epdÖ

 

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