„Täglich werden Hilfsorganisationen von Katastrophenmeldungen überrollt. Doch Resignation wäre die falsche Antwort. Katastrophenhilfe ist aber immer Hilfe für einzelne Menschen und Familien, und kann in jedem einzelnen Fall Leben retten“, betonte Michael Chalupka, Direktor der Diakonie am internationalen Tag der Humanitären Hilfe (19.8.). „Die humanitäre Hilfe ist in besonders schlimmen Zeiten dringender denn je“, so Chalupka. 

Die Zahl der Menschen im Nahen Osten, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, steigt aufgrund der anhaltenden Konflikte in Syrien und im Irak weiter an. Mehr als 9 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht und auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch das Vorrücken der Milizen der IS („Islamischer Staat“) im Irak hat sich die Situation der Flüchtlinge dramatisch verschlechtert.

„Die zehntausenden Menschen in den umkämpften Regionen brauchen dringend humanitäre Hilfe. Die unzählbaren Familien aus Syrien, die schon seit Monaten in Flüchtlingslagern ausharren und nicht nach Hause zurückkehren können, dürfen nicht in Vergessenheit geraten,“ betont Diakonie Direktor Michael Chalupka anlässlich des Tages der humanitären Hilfe.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft aus diesem Grund in ihrer Herbstaktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ zu mehr Solidarität für die Millionen Flüchtlinge im Nahen Osten auf. „Gleichzeitig gedenken wir am heutigen UN-Tag der Humanitären Hilfe auch all der Menschen, die im Dienst humanitärer Hilfe ihr Leben gelassen haben“, so Chalupka, der an alle Konfliktparteien appelliert, die Unabhängigkeit humanitärer Hilfe zu akzeptieren und Helferinnen und Helfer zu schützen.

Zurzeit leistet die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit ihren lokalen Partnern Nothilfe im Irak, wo Familien der jüngsten Flüchtlingswelle in den kurdischen Städten Dohuk, Erbil und Suleimaniyah mit Nahrung und Hygiene-Sets versorgt werden.

In Syrien und den angrenzenden Nachbarländern werden neben der Verteilung von Hilfsgütern auch Programme zur psychosozialen Unterstützung, sowie Schul- und Freizeitprogramme für Kinder durchgeführt.

Quelle: diakonie-katastrophenhilfe.at

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