Das Thema der heurigen Frauenfreizeit war „Spielen“ und wurde von den Grazer Frauen liebevoll gestaltet. Der Freitagabend begann mit einem Vortrag über die Bedeutung und die Geschichte des Spiels, dann setzten wir mit einem Kennenlernspiel fort, und anschließend sammelten wir in Paaren Begriffe und Wortzusammensetzungen zum Thema. Im Plenum ordneten wir diese neu in positiv, neutral und negativ. Im abschließenden Klammerspiel ging es darum, sich gegenseitig etwas Gutes zu tun: die Hälfte der Frauen lag auf Decken am Boden, während die andere Hälfte Kärtchen mit ermutigenden Sprüchen und Süßigkeiten an der Kleidung der am Boden liegenden Frauen ansteckte.

Am Samstag Vormittag legten wir ein gemeinsames Mandala in der Mitte des Raumes, bestehend aus Blumen, Steinen und diversen Naturmaterialien. Es war spannend zu beobachten, wie verschieden die Frauen dabei vorgingen, es aber dennoch am Ende ein harmonisches Ganzes ergab. Die zweite Aktivität bestand darin, ein Raum umspannendes Netzwerk aus Schnüren zu gestalten, das dann an der Holzdecke befestigt wurde und uns fortan dekorativ begleitete.

Am Nachmittag nahmen etliche Frauen das Angebot von Christine wahr, im angrenzenden Wald sich als Land-Art-Gestalterin zu versuchen. Die Ergebnisse ließen sich sehen: eine Waldhütte, ein Iglu der Liebe und Geborgenheit, ein Feenhaus, ein spiritueller Kreis, eine mathematische Kreuzung, ein magischer Baumkreis und eine Dorfgemeinschaft rund um eine Linde waren aus Naturmaterialien, die wir im Wald fanden, gestaltet worden.

Der Samstag Abend wurde dann einem lustigen Wissensquiz in zwei Gruppen gewidmet.
Abgerundet wurde die Freizeit mit einem feierlichen Gottesdienst, der von der Pastorin Esther Handschin geleitet wurde, am Sonntagvormittag.

Zwischen den Programmpunkten und am Schluss gab es wie immer genügend Zeit für herzliche Gespräche und Begegnungen, Wanderungen in der herrlichen, sonnendurchfluteten Natur und Aufenthalte am Bootshaus am See. Erfrischt und gestärkt für den Alltag und erfüllt mit neuen Eindrücken verließen wir das Chandlerhaus.

Ingrid Harfmann