Zusammen mit 30 weiteren Organisationen, Kirchgemeinden und Einzelpersonen erhielt die Evangelisch-methodistischen Kirche Salzburg am 10. Dezember, dem Menschenrechtstag, die Rose für Menschenrechte. Dieser Preis der Anerkennung für außerordentliche Verdienste für die Aufrechterhaltung und Verteidigung von Grund- und Menschenrechten wird jedes Jahr von der Plattform für Menschenrechte Salzburg verliehen.

Die ausgezeichneten Organisationen engagieren sich für ein Klima des Respektes mit Menschen aus südosteuropäischen Ländern, die auf der Suche nach einer Perspektive oder Überlebensmöglichkeiten für sich und ihre Familien nach Salzburg kommen. Viele der Organisationen beteiligen sich am Aufbau einer Basisversorgung für diese Menschen. Darum haben sie sich vor einem Jahr in der „Plattform für ArmutsmigrantInnen“ zusammengeschlossen. Ziel ist es nicht nur konkrete Hilfe zu leisten, wie z.B. mit einer Notschlafstelle, Essensausgabe oder dem „Virgilbus“, der eine medizinische Grundversorgung gewährleistet für Menschen, die nicht an den üblichen Gesundheitseinrichtungen teilnehmen können oder wollen. Die Plattform nutzt ihr Netzwerk auch zur Meinungsbildung über die Medien und weitere Informationsveranstaltung, um ein menschenfreundliches Klima in Stadt und Land Salzburg zu erreichen. Die Homepage www.armut-hat-platz.at gibt laufend Auskunft über die geplanten Projekte und Initiativen sowie die erreichten Ziele.

Pastorin Esther Handschin von der EmK Salzburg wirkt in der Plattform für ArmutsmigrantInnen mit und ist maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Ausgabe der „Ökumenischen Informationen Salzburg“ 2015 mit dem Thema der Armut beschäftigt. Eine weitere kirchliche Initiative sind die ökumenischen Gottesdienste jeweils am zweiten Samstag im Monat um 18.00 Uhr im Diakoniezentrum Salzburg. Die Gottesdienstreihe beschäftigt sich im Jahr 2015 mit Texten zu „Arm und Reich in der Bibel“.

Bildlegende: Vertreterinnen und Vertreter der 31 Organisationen mit ihren Rosen für Menschenrechte, Foto: Kaser/ABZ