„Ein Präsident, der Menschen Mut macht“ haben die OÖ-Nachrichten einen Artikel über ihn anlässlich seines 20jährigen Amtsjubiläums als Präsident der Diakonie überschrieben. Und darin heißt es: „Mut gehört dazu, wenn man sich der Aufgabe verschrieben hat, Österreich sozialer zu machen. Sozialer aus dem Geist des Evangeliums.“ Auch das „Mut machen“ ist sehr zutreffend, weil es seine große Gabe ist, auf Menschen mit großer Wertschätzung zuzugehen, sie in Gespräche zu verwickeln und sie miteinander in Verbindung zu bringen. Er erkennt sehr schnell, wo Schwachstellen und Probleme liegen und macht Mut Probleme anzugehen und zu lösen.

Der „Glaube, der in der Liebe tätig ist“ ist der Motor seines Handelns. Sein diakonisches Engagement ist verbunden mit der nötigen Professionalität, die dazu gehört, nicht nur um Dinge gut zu machen, sondern immer um in erster Linie den Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns zu stellen.

1954 in der Schweiz geboren, kam er 1961 mit seinen Eltern nach Linz. Diese Kindheit in der „Spatti“, dem späteren Diakonie Zentrum Spattstraße, das von seinen Eltern Rudolf und Emma Siegrist gegründet und geleitet wurde, prägte sein Leben. Nach der Schulzeit in Linz folgte das Studium der Politikwissenschaften und der Geschichte an der Universität Wien.

Von 1977 bis 1994 war er im Österreichischen Roten Kreuz in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung. Er ist Mitbegründer von „Nachbar in Not“. 1993 wurde er erstmals als Präsident der Diakonie Österreich gewählt. In dieser Funktion ist er bis heute tätig.

Seit 1994 ist Roland Siegrist Rektor der Servitas in Linz und Direktor der Eigentumsverwaltung der Evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich.

Er übte und übt sehr viele ehrenamtliche Funktionen aus. So ist er Mitglied im Publikumsrat des ORF, Mitglied des Aufsichtsrats (Kuratorium) des Diakonie Zentrums Spattstraße und seit 2008 Präsident des Kirchenvorstandes der Evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich.

Als Evangelisch-methodistische Kirche sind wir sehr dankbar für die viele Kraft und Energie und für alle hilfreichen Ideen, die er in die Kirche weltweit, in Österreich und in die EmK-Gemeinde Linz einbringt. Wir wünschen, dass Gott ihm noch viele gute Jahre schenkt und die nötige Gesundheit und Kraft, um all das anzupacken, was an unerledigten Aufgaben noch auf ihn wartet.

Lothar Pöll