Pastorin Esther Handschin, über deren Gedanken zum Muttertag und über ihren Glauben. Sonntag 12.5.2019 um 7:05 im Radio auf Ö1.

Die Wiege des Muttertags - Über die religiösen Wurzeln eines weltweiten Feiertags Am zweiten Mai-Sonntag ist auch heuer in vielen Ländern der Welt "Muttertag" - ein Anlass, der mit recht widersprüchlichen Emotionen verbunden ist. Die einen begehen ihn bewusst als Ehrentag, freuen sich vielleicht auch, dass die ganze Familie wieder einmal zusammenkommt - oder zumindest über nette Gesten von Angehörigen, die man selten sieht. Andere empfinden den Tag eher als anstößig. Beklagen, da würden Frauen über ihre Gebärfähigkeit definiert oder aus einem antiquierten Blickwinkel betrachtet. Und wieder andere sind einfach traurig, weil sie von ihren Kindern auch heute nichts hören. Wie es scheint, sind die widersprüchlichen Gefühle dem Muttertag sozusagen in die Wiege gelegt worden. Die Tradition kommt aus der von John Wesley im 18. Jahrhundert begründeten Methodistenkirche - und schnell wurde ihrer Urheberin Anna Marie Jarvis klar, welche Ambivalenzen damit verbunden sind. Bis hin zur Geschäftemacherei, die bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts unappetitliche Auswüchse gezeitigt hat - zumindest hat Anna Jarvis das so betrachtet. Brigitte Krautgartner hat mit einer modernen methodistischen Christin, Pastorin Esther Handschin, über deren Gedanken zum Muttertag und über ihren Glauben gesprochen.

Bild: Anna Jarvis