Mit dem neuen Kollektivvertrag haben alle MitarbeiterInnen der Diakonie - unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit - am Karfreitag frei. Foto: Diakonie Flüchtlingsdienst/Stefanie Meier

„Der Tag, an dem wir die menschliche Erfahrung des Leidens bedenken“

Wien (epdÖ) – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen Hilfseinrichtung Diakonie haben künftig am Karfreitag frei. Das war ein Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen, die die Diakonie am Donnerstag, 28. Februar, abgeschlossen hat. Das sei angesichts der am Vorabend im Nationalrat beschlossenen Streichung des Karfreitag als Feiertag für Evangelische und Altkatholiken „sowohl Arbeitgeber- als auch ArbeitnehmervertreterInnen ein wichtiges Anliegen“, wie die Diakonie in einer Aussendung mitteilt.

Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser begrüßt das Ergebnis: „Der Karfreitag ist der höchste Feiertag für die Evangelischen und zentral für unsere Identität. Er ist aber auch für unsere Gesellschaft insgesamt bedeutsam. Er ist der Tag, an dem wir die menschliche Erfahrung des Leidens bedenken. Gott selbst hat sich in die Niederungen unseres menschlichen Lebens begeben, bis ans Kreuz.“ Dieser „Tiefpunkt menschlichen Lebens“ würde zum Beginn einer neuen Hoffnung und sei daher für die Diakonie von besonderer Wichtigkeit. Am Karfreitag frei zu haben sei deshalb für alle MitarbeiterInnen der Diakonie von Wert, „unabhängig davon, welcher und ob sie einer Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören.“

Der neue Kollektivvertrag sieht darüber hinaus eine Gehaltsanhebung von 3,2 Prozent vor, Verbesserungen bei Lehrlingsentschädigungen, Urlaub und Dienstverhinderung seien ebenso beschlossen worden wie ein Anspruch auf Altersteilzeit.

Quelle: evang.at /epdÖ

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