Der Tod und die Auferstehung von Jesus, dem Christus, sind die zentralen Elemente des christlichen Glaubens. In den Evangelien nehmen die Leidensgeschichte Jesu und sein Tod einen großen Raum ein. Bereits hier zeigt sich, dass es Zeit und Raum braucht, um den Tod Jesu und seine Bedeutung auf sich wirken zu lassen. Diesen Tod zu bedenken hat Menschen über Jahrhunderte geholfen, sich dem unfassbaren Geschehen zu nähern. Aus der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen wird deutlich, dass sowohl das Sterben als auch die Trauer Prozesse sind, die Zeit erfordern um sich darauf einzulassen. Dementsprechend kann der Karfreitag als Gedenktag des Todes Jesu nicht verkürzt oder von Arbeit und Konsum überlagert bedacht und gefeiert werden.

So zeigt sich das Ärgernis des Kreuzes, wie Paulus den Tod Jesu bezeichnet (1. Korinther 1,22f), bis heute als Stolperstein. Das Kreuz erfordert eine Unterbrechung des Alltags und stört den Lauf der Welt. Aus diesen Gründen ist ein arbeitsfreier Karfreitag für alle unumgänglich und wir schließen uns der unten angeführten Forderung an.

Kommission für liturgische, theologische und ethische Fragen der Evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich

Online-Petition fordert ganzen Feiertag für alle

https://mein.aufstehn.at/petitions/karfreitag-feiertag-fur-alle