In Nigeria wurde Phyllis Sortor, Missionarin der Freien Methodistischen Kirche aus den USA, durch maskierte Bewaffnete entführt.

Über den Weltrat Methodistischer Kirchen wird die Nachricht verbreitet, dass im in Zentral-Nigeria gelegenen Bundesstaat Kogi eine Missionarin der Freien Methodistischen Kirche aus den USA entführt worden ist. Laut Informationen, die der englischen Zeitung Daily Mail vorliegen, wird für die 70-jährige Pastorin ein Lösegeld von 60 Millionen Naira, 270.000 Euro, verlangt. Vermutlich gehe es um einen Fall von Lösegelderpressung, so der Polizeibeauftragte von Kogi, Adeyemi Ogunjemilusi. Es handle sich eher um eine lokale Erpresserbande und nicht um Terroristen der Boko Haram-Gruppe. Diese sei in dieser Region nicht aktiv. In den letzten Jahren hat die Zahl der Entführungen in Nigeria stark zugenommen. Laut Korrespondenteninformationen erpressten Entführer auf diese Weise viele Millionen Dollar pro Jahr.

Bischof Ivan Abrahams, Generalsekretär des Weltrats Methodistischer Kirchen, sagte: „Wir schliessen uns der Familie von Pfarrerin Sortor, der Freien Methodistischen Kirche und allen Menschen guten Willens an und beten für die Entführte und für diejenigen, die sich für ihre sichere Rückkehr einsetzen.“ Er ermutigt die Methodisten weltweit, für die Freilassung von Phyllis Sortor und für ihre Angehörigen zu beten.

Die Freie Methodistische Kirche ist eine Mitgliedskirche des Weltrats Methodistischer Kirchen (WMC). Im WMC sind 80 Kirchen methodistischer Tradition zusammengeschlossen, denen insgesamt über 80 Millionen Menschen angehören.

Quelle: www.emk.de, Klaus Ulrich Ruof