Am 26. Oktober 2014 feiert der Weltbund der methodistischen Frauen sein 75-jähriges Jubiläum. Er vereinigt methodistische Frauenbewegungen aus 70 Ländern rund um den Erdball. Die Idee für eine weltweite Vereinigung methodistischer Frauen stammte von der Koreanerin Helen Kim. Schon im Jahr 1923 stellte sie ihre Vision vor und dachte dabei an eine Organisation, die Einfluss nehmen sollte in Kirche und Gesellschaft.

Es dauerte aber 16 weitere Jahre, bis sich Vertreterinnen aus 27 Ländern in Pasadena (Kalifornien, USA) trafen und am 26. Oktober eine Gründungsurkunde unterschrieben.

Heute sind es Frauenorganisationen mit wesleyanischen Wurzeln aus über 70 Ländern, die dem Weltbund angehören. Da sich einige der methodistischen Kirchen in der Zwischenzeit mit andern Denominationen zusammengeschlossen hatten, wurde 1996 der Name des Weltbundes in „World Federation of Methodist and Uniting Church Women“ geändert.

Schon 1983 erlangte der Weltbund den Status einer Nicht-Regierungsorganisation bei der UNO. Renate Bloem war lange Zeit die Vertreterin des Weltbundes am UNO-Sitz in Genf. Das Frauennetzwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich pflegte regelmässigen Kontakt mit ihr. Heute liegt das Schwergewicht der UN-Aktivitäten des Frauen-Weltbundes in New York am Hauptsitz der UNO.

Das Motto des Weltbundes lautet: „Christus kennen und ihn bekannt machen“. Seit dem Jahr 2006 haben sich Frauen des Weltbundes in vielfältiger Weise für die Verwirklichung der Milleniums-Entwicklungsziele eingesetzt. Sie versuchen so, das Motto des Weltbundes dort umzusetzen, wo Not und Mangel herrschen.

Zur Feier des Jubiläums wird eine Sondernummer des „Tree of Life“, der Zeitschrift des Weltbundes herauskommen. Ab 26. Oktober ist sie auf der Website des Weltbundes zu finden.

Autorin: Regula Stotz, Weltbund-Vizepräsidentin und EMK-Mitglied aus Basel
Bild: Helen Kim aus Südkorea war die Initiantin des Zusammenschlusses der methodistischen Frauen.
Quelle: emk-schweiz.ch