Österreichische Delegation mischt mit beim Bundesjugendtreffen der EmK Deutschland

Es ist Samstag, 18. Mai, 6:00 Uhr früh in Salzburg: Zwei VW-Busse verlassen den Parkplatz der EmK in der Neutorstrasse. In den Bussen sitzen 17 müde, aber erwartungsvolle Jugendliche und junge Erwachsene, die sich auf den Weg zum BUJU der EmK Deutschland im Kloster Volkenroda (Thüringen) aufmachen.

Die Neugier ist groß, ebenso vorhanden jedoch die Skepsis ob es eine gute Entscheidung war, auf das eigene „österreichische Pfingstjugendlager“ zu verzichten. Als wir nach 7 Stunden Fahrt in Volkenroda ankommen, ist das Wetter kalt und regnerisch. Warm und herzlich dagegen ist der Empfang: die Österreicher werden schon erwartet und freudig begrüßt. Zwei Zelte stehen ebenfalls extra für uns bereit, zur Verfügung gestellt von der Zeltmission der EmK Deutschland – gleich neben Dutzender kleiner Zelte der anderen BUJU-Teilnehmer. Spätestens beim Essen realisieren wir dann, dass das BUJU ein paar Nummern größer ist als unsere Pfingstlager: Bei 500 Teilnehmern dauert die Essensausgabe doch ein bissen länger…

Mit viel Musik von der Band »Snyders of Südwest« und kurzen Impulsen der Hauptverantwortlichen des BUJUs wurde das Treffen dann eröffnet. Die Tiere des Klosters rutschen ein bisschen zur Seite, damit im umgebauten Stall des Klosters auf der großen Bühne wie auch im beeindruckenden Christuspavillon Gottesdienste und Veranstaltungen stattfinden konnten.

„…denn es ist dein Leben“ lautete das Motto des BUJUs. Wir wurden herausgefordert, über unseren Glauben, irren und umkehren, geliebt werden und lieben, unsere Beziehung zu Gott und den Menschen – kurzum über unser Leben nachzudenken. In Gottesdiensten, Kleingruppen, Seminaren und Workshops gab es dazu reichlich Möglichkeiten. Für etliche von uns war es die erste Teilnahme an einer solchen Großveranstaltung – verbunden mit der Erfahrung, dass unsere Kirche größer und in Bezug auf Frömmigkeit und Theologie vielfältiger ist, als wir es aus Österreich kennen.

Der Höhepunkt aus österreichischer Sicht war jedoch der BUJU Kontest am Sonntag Abend. Eine Reihe begabter Künstlerinnen und Künstler nahm die Chance wahr, vor dem begeisterten Publikum ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit dabei waren auch zwei Jugendliche aus unserer Gruppe. Mit Charme, Beat und Gitarrensound konnten sie die Jury überzeugen, das Publikum begeistern – und somit den Kontest für sich entscheiden.

Lange konnten sich die beiden Gewinner jedoch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, denn noch in der selben Nacht mussten wir wieder die Heimreise antreten. Gefüllt mit neuen Eindrücken und Erfahrungen ging die Fahrt wieder zurück, sieben Stunden über verregnete deutsche Autobahnen. Vergeudet war diese Zeit jedoch keinesfalls, denn wo führt man wohl die tiefgründigsten Gespräche – wenn nicht Nachts im VW-Bus, irgendwo auf der Autobahn?

Stefan Schröckenfuchs