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Komm und sieh - 80. Tagung der Jährlichen Konferenz Österreich; 21.-24. Mai 2009, Graz Komm und sieh - dieser Einladung folgten die Delegierten der Jährlichen Konferenz in Österreich sowie zahlreiche Gäste aus der Ökumene sowie anderen Jährlichen Konferenzen. Die gastgebende Gemeinde lud in den Abendveranstaltungen dazu ein, sich die beiden Seiten dieser Aufforderung „Komm und sieh“ bewusst zu machen: Nämlich einerseits dass wir als Christinnen und Christen von Gott eingeladen sind, zu „kommen und zu sehen“ - so wie Jesus in Johannes 1,35ff zwei Jünger auffordert, mit ihm zu kommen und zu sehen. Und andererseits, dass wir (wie Philippus in Johannes 1) diese Einladung an andere weitergeben sollen, um sie in die Nachfolge Christi einzuladen. Besonders spannend war dabei, dass den Konferenzteilnehmenden nicht „fertige Antworten“ in Form von Vorträgen geboten wurden, sondern sie sich zunächst auf kreative Weise selbst mit diesen Fragen auseinander setzen mussten. Gemeinsam wurden dann die Ergebnisse zusammengetragen, in sehr persönlicher und offener Weise miteinander geteilt und mitunter auch lebhaft diskutiert. Aus den Sitzungen Die Sitzungen verliefen in fröhlicher Stimmung; es gab wenig Anlass für kontroversere Diskussionen, dafür mehrere besondere Ereignisse, die gefeiert und gewürdigt werden konnten. Aus dem Bericht des Superintendenten Superintendent Lothar Pöll wies in seinem Bericht einerseits auf die fünf Kennzeichen fruchtbarer Gemeinden hin, die der methodistische Bischof Robert Schnase in seinem Buch „Fruchtbare Gemeinden und was sie auszeichnet“ nennt: radikale Gastfreundschaft, leidenschaftliche Gottesdienst, zielgerichtete Glaubensentwicklung, risikobereite Mission und außerordentliche Großzügigkeit. Den Blick auf diese Kennzeichen zu richten sei zwar kein Patenrezept für Gemeindewachstum. Dennoch sind sie wichtige Aspekte, die das Leben jeder Gemeinde betreffen. Sup. Pöll empfiehlt die kritische Diskussion dieses Buches allen Gemeinden. Ein weiteres Thema des Berichts war die EU-Wahl. Einerseits wird von vielen Menschen die Bedeutung der EU als Institution, die Europa Frieden und Sicherheit gewährleistet, unterschätzt. Andererseits gibt der provozierende Wahlkampf der FPÖ, z.B. mit dem Slogan „Abendland in Christenhand. Tag der Abrechnung“ Anlass zur Sorge. Sup. Pöll betonte, dass man sich den Stellungnahmen des Ökumenischen Rates de Kirchen in Österreich und anderer kirchlicher Vertreter nur vorbehaltlos anschließen kann, die diese Vereinnahmung des christlichen Glaubens entschieden zurückweisen. Christen rechnen nicht ab, Christen stiften Frieden. Aus dem Bericht der Zentralkasse Für das Jahr 2008 wurde ein Budgetabgang von 45.000 Euro prognostiziert, erfreulicherweise konnte er auf „nur“ 25.000 Euro gesenkt werden. Dank der Bemühungen der Gemeinden, die beschlossenen Umlagenerhöhungen einzuhalten ist für 2009 erstmals wieder mit einem ausgeglichenen Haushalt zu rechnen. Allen Gemeinden wurde ein herzlicher Dank dafür ausgesprochen, da der Konferenz bewusst ist, dass dies mit großen Anstrengungen verbunden ist. Methodist Die Zukunft der Zeitschrift „Methodist“ muss überdacht werden. Da es zu wenige Abonnements in Österreich gibt, stellt sich die Frage, ob Aufwand und Nutzen im richtigen Verhältnis stehen. Für ein Weiterbestehen wird das Modell einer Mitgliederzeitung überlegt. Bericht aus Albanien Superintendent Wilfried und Jean Nausner und Pastor Rigels Kasmollari berichteten vom Dienst in Albanien. Die Stimmung im Land schwankt zwischen fröhlich und resigniert; viele Menschen, v.a. junge, wollen weg; die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Wilfried Nausner: „Das größte Problem der Welt ist Armut. Nichts anderes. Auch nicht die globale Erwärmung.“ Diese Armut ist in Albanien deutlich zu spüren. Eine wichtige Aufgabe für die Kirche in Albanien ist daher, Vertrauen zu ermöglichen und gute Orte für Menschen zu schaffen. Die EmK in Österreich ist mit der Arbeit in Albanien in besonderer Weise verbunden: da es in Albanien noch keine Konferenzstruktur gibt, wurde Rigels Kasmollari, der der erste albanische EmK-Pastor ist, als Pastor auf Probe in die Dienstgemeinschaft der EmK Österreich aufgenommen. Landi Lushka, der sein Studium gemeinsam mit Rigels Kasmollari absolviert hat, hat seinen Dienst aus persönlichen Gründen leider beendet. ![]() Kinder- und Jugendwerk, Frauennetzwerk Das Kinder- und Jugendwerk hat im Rahmen der JK sein neues Logo vorgestellt. Ein neues Faltblatt informiert über das umfangreiche Programm, das für Kinder, Teenager, Jugendliche und junge Erwachsene angeboten wird. Der Frauendienst hat seinen Namen in „Frauennetzwerk“ geändert. „Netzwerk“ meint v.a. die Verbundenheit aller Frauengruppen in Österreich sowie die internationale Vernetzung. Zertifikatsverleihung der Ausbildung „Mitarbeit in der Verkündigung“ Der erste Kurs der neuen Ausbildung „Mitarbeit in der Verkündigung“ ist zu Ende gekommen. Den Teilnehmenden wurde im Rahmen der Konferenz ein Zertifikat über die Teilnahme verliehen. Drei Teilnehmer wollen noch die Ausbildung zum Laienprediger fortsetzen. Für einen nächsten Kurs sind derzeit noch nicht genug Interessenten aus den Gemeinden vorhanden. Diakonie Zentrum Spattstraße Das Diakonie Zentrum Spattstraße hat Änderungen in der Organisationsstruktur durchgeführt. Im Sommer 2008 konnte die Wohngemeinschaft „Neue Welt“ in Gaaden, Niederösterreich, eröffnet werden. Der Spatenstich zum Neubau des Sonderkrankenhauses in Linz ist am 20. Mai 09 erfolgt. Eine weitere Veränderung wird sich durch den Ruhestand von Primarius Dr. Werner Gerstl, dem ärztlichen Leiter des Diakonie Zentrum Spattstraße, ergeben. Dr. Gerstl wurde im Rahmen der Konferenz geehrt. Der Direktor der Diakonie Österreich, Mag. Michael Chalupka, hat ihn mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie für besondere langjährige Verdienste ausgezeichnet. Statistik Der Bericht des Statistikers weißt nach wie vor ein leichtes Wachstum an Mitgliedern und Freunden auf; die einzige rückläufige Zahl ist der Gottesdienstbesuch. ![]() Abschlussgottesdienst Im feierlichen Abschlussgottesdienst wurde Rigels Kasmollari als Pastor auf Probe für seinen Dienst in Albanien beauftragt. Pastor Kasmollari wurde der Zuspruch von der Konferenzgemeinde gegeben, seinen Dienst zu unterstützen und im Gebet zu begleiten. Stefan Schröckenfuchs wurde nach seiner dreijährigen Probezeit durch Handauflegung zum Ältesten ordiniert. Ihm und seiner Frau Yvonne wurde viel Segen und Kraft für ihren zukünftigen gemeinsamen Dienst gewünscht. Bischof Patrick Streiff betonte in seiner Predigt, dass Mission nicht bedeuten sollte, anderen zu sagen, was sie tun sollen. Anhand der Pfingstpredigt des Petrus (Apg. 2) machte er deutlich, dass am Anfang unser Bekenntnis stehen muss, was Gottesdienst und Glaube für uns bedeuten. Erst wenn dann (wie in Apg 2,37) die Frage kommt „Was sollen wir tun?“, ist es an der Zeit, zu weiteren Schritten des Glaubens einzuladen. Stefan Schröckenfuchs und Bernhard Pöll Die Himmelfahrt des Paulus - PREDIGT zum Beginn der Jährlichen Konferenz 2009, Graz 21.5.2009 von Sup. Pastor Lothar Pöll weitere Bilder in der Bildergallerie Veröffentlicht am: 21:33:36 25.05.2009 « zur Startseite « zum Nachrichtenarchiv |